Die Holcim Group Services Ltd. gab bekannt, dass sie eine Vereinbarung unterzeichnet hat, um Fermacell von der James Hardie Industries plc zu übernehmen. Fermacell, ein europäischer Anbieter nachhaltiger Lösungen für Wände und Decken, verzeichnete für 2026 erwartete Einnahmen in Höhe von rund 430 Millionen Euro. Das Unternehmen besitzt sechs moderne Produktionsstandorte in 13 europäischen Märkten und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter aus seinem Hauptsitz in Düsseldorf.
Die Transaktion wird auf 840 Millionen Euro taxiert, was einem pro‑forma‑EBITDA-Koeffizienten von 9,5 multipliziert entspricht. Dieser Wert würde sich im dritten Jahr auf 7,6 multiplizieren, nachdem die erwarteten Synergien von circa 22 Millionen Euro berücksichtigt wurden. Holcim erwartet, dass der Erwerb positiv auf das Ergebnis je Aktie im ersten Jahr nach Abschluss der Transaktion wirkt.
Holcim erklärt, dass der Deal den Bereich Building Solutions erweitert, indem die hochwertigen Marken fermacell und Aestuver in das bestehende Portfolio mit Ytong, Silka, Hebel und Multipor integriert werden. Die Übernahme entspricht der „NextGen Growth 2030“-Strategie von Holcim, die sich auf nachhaltiges Bauen und modulare Baukonstruktionen konzentriert.
Holcim (SIX: HOLN) erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von 15,7 Milliarden CHF und beschäftigt über 50.000 Menschen in 45 Ländern in Europa, Lateinamerika, Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Das Unternehmen unterstrich seine Verpflichtung zur Finanzdisziplin und zur wachstumsorientierten Kapitalallokation.
Die Transaktion bleibt unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und behördlichen Genehmigungen, und die Vollendung ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.












