Hedgefonds haben vor der Bekanntgabe der Einzelheiten zum neuen Fiskalplan von Finanzminister Scott Bentsen ihre Short-Positionen gegen den US-Dollar verstärkt. Die Ankündigung vom 19. August, das Volumen der Rückkäufungen längerfristiger US-Staatsanleihen mindestens zu verdoppeln, löste eine Verkaufswelle aus und beschleunigte die Dollarkäufe im August.
Der Greenback setzte seinen Kursverfall am vergangenen Freitag fort, bevor er sich am Montag bei 0,8027 Franken gegenüber dem Schweizer Franken stabilisierte. Torsten Schoeneborn, Co-Leiter des G-10-Devisenhandels bei Barclays in London, bestätigte eine deutliche Reaktion insbesondere bei Hedgefonds-Kunden im linearen Bereich. "Wir haben ein anhaltendes Dollarnachfrage im August beobachtet, das die Verkäufe beschleunigt hat", sagte er. Die realen Geldflüsse seien jedoch weniger zielgerichtet gewesen.
Die Erwartung, dass Bessents aggressiver Ansatz zur Eindämmung der US-Zinskosten das Vertrauen in den Dollar schwächen könnte, prägt die Marktsituation. Die Anleger gehen davon aus, dass ein aktives Renditemanagement durch das Finanzministerium die Nachfrage nach der US-Währung langfristig dämpfen wird.
An den Optionsmärkten stieg die Prämie für die Absicherung gegen einen Kursverlauf des Dollars im nächsten Monat auf den höchsten Stand seit Februar. Ein Bloomberg-Index zeigt, dass die Nachfrage nach Dollar-Put-Optionen gegenüber Euro-Optionen am 21. August um 47 Prozent höher war als nach Dollar-Call-Optionen. Die Daten basieren auf Kontrakten mit einem Wert von mindestens 150 Millionen US-Dollar.
Akshay Saxena, Leiter des Devisenoptionshandelns für Asien bei Citigroup in Singapur, berichtete von einer verstärkten Nachfrage nach Absicherungen gegen Dollarnachlässe. "Seit der Ankündigung des Anleihenkäufers beobachten wir eine stärkere Nachfrage nach Put-Optionen auf dem gesamten Devisenoptionenmarkt", sagte er. Die stärkste Neubewertung zeigte sich bei der impliziten Volatilität des Schweizer Franken, die letzte Woche ein Zweiwochenhoch erreichte. Auch die implizite Volatilität für Euro, Pfund Sterling und kanadischen Dollar stieg aufgrund des institutionellen Interesses an Dollar-Put-Optionen.
Im asiatischen Handel konzentrierte sich die Nachfrage laut Saxena auf kurzlaufende Optionen, insbesondere auf den koreanischen Won, den thailändischen Baht und den Singapur-Dollar. Auch die Volatilität des Offshore-Yuan zog Interesse auf sich, da das Währungspaar nahe mehrjährigen Tiefständen notiert.













