Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat ein starkes erstes Halbjahr 2026 verzeichnet, mit einem Nettoerlös, der um 18,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 137,2 Millionen Franken gestiegen ist. Die operativen Einnahmen erhöhten sich um 11,2 Prozent auf 286,3 Millionen Franken.
Der Kernbetriebsergebnis, ein wichtiger Profitabilitätsindikator, stieg um 18,1 Prozent auf 140,3 Millionen Franken. Der Nettozinserlös, der größte Einnahmebeitrag, wuchs um 9,3 Prozent auf 172,9 Millionen Franken, trotz der anhaltenden niedrigen Zinssituation, ausgeglichen durch höhere Kreditvolumina und Gewinne aus der Kapitalanlagestrategie. Darüber hinaus wurden 3,5 Millionen Franken an zuvor erforderlichen Kreditverlustprovisionen freigegeben.
Kommission- und Serviceeinnahmen stiegen um 13,5 Prozent, während der Handelserlös um 2,1 Prozent anstieg. Die Betriebskosten erhöhten sich um 3,0 Prozent auf 132,4 Millionen Franken, wodurch sich der Kostenaufwandquote auf 46,8 Prozent von 48,0 Prozent im Vorjahr verbesserte.
Kundendeponen bei der Mutterbank erhöhten sich um 0,7 Milliarden Franken, während Auszahlungen von institutionellen Kunden bei ihren Tochtergesellschaften zu einem Nettoabfluss von 1,0 Milliarden Franken führten, im Vergleich zu einem Ausfluss von 413 Millionen Franken im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
GKB hat seine Prognose für das laufende Jahr angehoben, mit einem Nettoerlös über dem 2025-Ergebnis von 224,6 Millionen Franken, nachdem sie zuvor von einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis ausgegangen war.
Die Bank hat auch Pläne für die Umstellung ihrer Tochtergesellschaft BZ Bank als Spezialist für equity-basierte Lösungen vorgestellt, wobei sie die Forschung und Asset-Management-Kapazitäten der GKB für Kundenportfoliostategien und thematische Fondsmanagement nutzen wird. GKB wird zusätzliche Unterstützung in Finanzen, Controlling und Risikomanagement bereitstellen, um Synergien zu fördern.
BZ Bank bleibt jedoch in einem Rechtsstreit mit dem Investor Remo Stoffel verwickelt, der mit einem verwerteten Betrag im mittleren hundert-Millionen-Range verbunden ist. Der Anspruch wird von GKB und BZ Bank bestritten, die für erwartete Kosten im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten in den ersten-Halbjahres-Abschluss eingestellt haben.













