Granite Ridge Resources, ein amerikanisches Unternehmen für Olerecherche und -produktion, stellte auf der EnerCom Denver Konferenz am Dienstag Pläne zur Änderung seines Geschäftsmodells von aggressiver Wachstum auf Cash-Generierung vor. Das Unternehmen, das 2022 an die Börse ging, nachdem Vermögenswerte von der privaten Beteiligungsgesellschaft Grey Rock Investment Partners beigesteuert wurden, hat seit seiner Gründung mehr als 2 Milliarden US-Dollar eingesetzt.
Der Finanzvorstand Kyle Kettler betonte die Produktionswachstumsrate des Unternehmens und stellte fest, dass seit 2023 eine zusammengeschlagene jährliche Wachstumsrate von 13 % verzeichnet wurde. Granite Ridge betreibt Aktivitäten in sechs großen amerikanischen unconventionellen Becken, darunter das Delaware Becken in New Mexico und Texas. Die durchschnittlichen Entwicklungskosten betragen etwa 1,4 Millionen US-Dollar pro Standort, während die Kosten für die Fertigstellung auf etwa 900 US-Dollar pro Fuß geschätzt werden. Die durchschnittliche Produktivität der Brunnen beträgt 56 Barrel pro Fuß auf 10.000-Fuß-verlangeenden Abschnitten.
Kettler wies darauf hin, dass das Unternehmen 238 Brutto-Locations (88 Nettolocations) besitzt, was in den kommenden Jahren eine Ausgabensumme von rund 800 Millionen US-Dollar bedeuten wird. Die kurzfristigen Investitionen werden sich weiterhin in einer Höhe von etwa 300 Millionen US-Dollar befinden und sowohl Entwicklung als auch Akquisitionen umfassen. Granite Ridge strebt einen Produktionsmix von Öl und Erdgas in etwa einem Verhältnis von 50:50 an.
Der Enterprise Value des Unternehmens wird auf etwa 1 Mrd. USD geschätzt und unterliegt einem 2,7-fachen EV/EBITDA-Multiple, was unterhalb des Durchschnitts von 3,4 für Peer-Unternehmen im Mittelsegment und des 4,0-fachen für Unternehmen mit Fokus auf das Permian liegt. Die Marktkapitalisierung von Granite Ridge liegt bei 688 Mio. USD mit einer Dividendenrendite von 8,37 %. Der Umsatz stieg in den letzten zwölf Monaten um 15 %, während die Bruttomarge auf 76 % stieg. Der gegenwärtige freie Cashflow-Rendite bleibt jedoch negativ bei -15 %.
Bis 2027 strebt Granite Ridge eine freie Cashflow-Rendite von über 10 % und eine Dividendendeckung von mindestens 1,25-mal an. Kettler erklärte, das Unternehmen sei nun groß genug, um von der Ausgaben über seinen Cashflow zur Priorisierung der Cashgenerierung zu wechseln. Dieser Übergang soll bereits ab 2027 beginnen. Das Unternehmen strebt außerdem ein verbessertes Bewertungsmultiplikator an, der besser mit den Branchenpeers übereinstimmt.










