Edelmetalle haben nach früheren Anlaufen in eine Konsolidierungsphase eingetreten, wobei Gold und Silber innerhalb der jüngsten Bereiche gehandelt werden, da Händler auf neue Katalysatoren warten. Die Weigerung des US-Dollars, sich weiter abzuwerten, hat den Aufwärtstrend bei beiden Metallen gedämpft, obwohl ihre historische invers gewichtige Beziehung besteht.
Einhergehend mit der Analyse des Affiliates von FOREX.com sprang Gold Anfang dieses Monats auf bis zu 4.450 US-Dollar je Unze, nachdem es die niedrigere Bearish-Triggerlinie aus dem Januar gebrochen hatte. Seitdem hat sich das Edelmetall zurückgezogen, wobei es zwischen 4.312 und 4.450 US-Dollar konsolidiert. Ein Ausbruch über 4.450 US-Dollar könnte auf 4.580 US-Dollar zielen, ein Preisbereich, der in diesem Jahr sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand fungiert hat, während ein Rückgang unter 4.312 US-Dollar 4.200 US-Dollar offenlegen könnte. Technische Indikatoren wie der RSI und der MACD deuten auf nachlassendes Aufwärtspotenzial hin, wobei der RSI in Richtung neutraler Sphäre zurückgefallen ist.
Silber hat die Preisbewegung von Gold nachgeahmt und zwischen 63,29 $ und 67 $ gehandelt, nachdem es im Januar aus dem Abwärtstrend hervorgetreten war. In den letzten Sitzungen hat Silber den unteren Teil dieses Bereichs getestet, wobei eine bullische verschluckende Kerze am Dienstag den abwärtsgerichteten Druck verstärkt hat. Der 50-Tage-Gleitende Durchschnitt und 61 $ bilden jetzt wichtige Unterstützung, während ein Break über 67 $ den vorherigen Ausbruch in Richtung 78 $ wieder aufnehmen könnte. Oszillatoren weisen auf eine neutrale bis zurückhaltende Haltung hin, wobei der MACD auf die Signallinie konvergiert.
Die Makroindikatoren haben widersprüchliche Signale abgegeben, was die Aussichten für Edelmetalle erschwert. Während Gold und Silber eine enge Korrelation von 0,96 aufweisen, haben ihre Beziehungen zu anderen traditionellen Faktoren – etwa den realen 10-jährigen Renditen, dem S&P 500 sowie den Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen – in den vergangenen fünf Tagen abgenommen oder sich sogar negiert haben. Der Dollar-Index (DXY) bewegt sich trotz makroökonomischer Verschärfungen innerhalb eines relativ engen Bereichs von 99,50 bis 100. Die 50-, 100- und 200-Tagegleitmittel haben sich parallel verlegt, was die fehlende Orientierung bei der Prognose verstärkt.
Die Händler verfolgen den am Mittwoch Veröffentlichung der Protokoll aus der Juli-Sitzung der FOMC, da diese Hinweise geben könnten, ob die Widerstandsfähigkeit des Dollars oder die Konsolidierung der Metalle erst beginnt und so den Katalysator für den nächsten großen Schritt bei den Edelmetallen darstellt.











