Die Goldpreise locken erneute Aufmerksamkeit, da steigende langfristige US-Zinsraten Sorgen um die Staatsschulden und die Finanzpolitik unterstreichen, so ein Fondsmanager bei Fidelity. George Efstathopoulos, Portfolio-Manager bei Fidelity, sagte in einem Interview am Montag, dass Anleger sich immer stärker auf die Gründe hinter den höheren Zinsen konzentrieren und nicht auf die Zinsen selbst, was ihn dazu veranlasste, die Allokierung seines Fonds für den Edelmetall zu verdoppeln.
Die Analyse deutet darauf hin, dass ein 40-jähriger Zyklus in den US-Zinssätzen und eine Stagflation im Jahr 2020 begann, wobei jeder Zinssatzanstieg von 1 % einen Gewinn von 1.000 USD pro Unze Gold bedeuten kann. Die Aussichten hängen von den weiter hohen Ausgaben und Schuldenniveaus der US-Regierung ab, die in der Analyse als nicht nachhaltig beschrieben werden. Während kurzfristige Schwankungen in den Wirtschaftsdaten oder der Kommunikation der Federal Reserve zu vorübergehenden Unsicherheiten führen können, bleibt der strukturelle Hintergrund für Gold nach Ansicht der Analyse weiterhin positiv.
Technische Signale zeigen, dass Gold sich einer grossen Widerstandszone zwischen 4.800 und 5.000 US-Dollar pro Unze nähert, obwohl die Analyse feststellt, dass der Markt sowohl im technischen als auch im sentimentalen Bereich überkauft ist. Der Relative Strength Index (RSI) und die stochastischen Kurve liegen höher, haben jedoch noch nicht das extreme Niveau erreicht, das bei vorherigen Hochs der Fall war, beispielsweise wenn sich Gold auf 5.600 US-Dollar näherte. Die Analyse warnt, dass ein kurzfristiger Rücksetzer von 5% bis 7% möglich ist, bei dem Silber potenziell um 10% bis 20% zurückgehen könnte. Investoren, die das wichtigste Einstiegszentrum von 4.100 bis 3.900 US-Dollar pro Unze verpasst haben, könnten eine zweite Gelegenheit finden, wenn die Preise zurückgehen.
Silber zeigt Unterstützung zwischen 61 und 63 US-Dollar je Unze, wobei die Analyse feststellt, dass „Queen Gold“ zwar vorübergehend ein wenig schwächer werden könnte, Silber jedoch im kurzfristigen Zeitraum weiter steigen könnte. Der Goldbohrsektor, den der GDX-ETF repräsentiert, ist in etwa einem Monat um fast 50% gestiegen, was einem jährlichen Gewinn von etwa 600% entspricht, was die Analyse als nicht nachhaltig für die kurze Zeit bezeichnet. Langfristige Ziele für den GDX liegen bei 200, 500 und 1000 US-Dollar, aber die Analyse rät, Teilgewinne zu erzielen und gleichzeitig die Kernpositionen zu halten.
Der Index für das Goldaktien-Stimmungsbild ist noch nicht überkauft, obwohl sein RSI auf einem erhöhten Niveau liegt, was auf die Möglichkeit weiterer Gewinne hindeutet, sofern das Stimmungsbild den Erwartungen entspricht. Ein potenzieller Blowoff-Kursgang in das überkaufte Terrain könnte eintreten, wenn die Zentralbanker beim Symposium in Jackson Hole davon abweichen, die Verbindung zwischen steigenden Zinsen und Staatsschulden zu thematisieren. Unter solchen Bedingungen könnte Gold auf 5.000 US-Dollar pro Unze notieren, mit GDX auf 110-120 US-Dollar, was zu weiterem Verkaufsdruck führen würde. Die Analyse veranschaulicht ein Elliott-Wellen-«C»-Muster bei GDX, das als die stärkste Wellenphase beschrieben wird, mit GDX auf Kurs, um sein höchsten Monatskurs in Relation zu Gold seit 2012 zu erzielen.













