Gold handelte am Freitag über 4.500 US-Dollar pro Unze, was den Metallen die Möglichkeit auf eine dritte Woche in Folge mit höheren Schlusskursen eröffnete. Die Nachfrage nach Safe-Havens hat sich in einer Zeit erhöhter Volatilität an den Währungs- und Anleihenmärkten verstärkt, während sich durch steigende Ölpreise die Inflationssorgen verstärkt haben.
Der Anstieg folgte auf einen Aufschlag von mehr als 4 % am Mittwoch, nachdem das US-Finanzministerium angekündigt hatte, die Größe seiner Käufe von langlaufenden Schuldtiteln um mindestens das Doppelte zu erhöhen. Dieser Schritt zielte darauf ab, die Kreditkosten zu reduzieren. Die Ankündigung löste einen stark gesunkenen US-Schuldzins und den Abfall des Dollars aus, was die Attraktivität von Gold ankurbelte. Obwohl die Anleiherenditen später wieder steigen konnten, blieben die Anleger skeptisch, dass die Maßnahmen die langfristigen Kreditkosten nachhaltig senken würden und so den Aufwärtstrend von Gold aufrechterhalten.
Weitere Unterstützung hat die Steigerung der Ölpreise gebracht, was von den Vorbereitungen der USA auf neue Sanktionen gegen den Iran herrrührt, welche eine erneute Inflationsdruckerhöhung zur Folge haben könnten. Die Käufe zentraler Banken, insbesondere Chinas, haben ebenfalls die Nachfrage nach dem Metall gestützt.
Die technische Analyse deutet auf weiteres Aufwärtspotenzial. Auf dem H4-Chart brach Gold aus einem Konsolidierungsbereich um 4.330 USD aus und avancierte in Richtung 4.660 USD, wobei sich ein neues Bereich in der Nähe von 4.522 USD bildete. Das lokale Aufwärtspotenzial liegt weiterhin bei 4.660 USD, was durch den aufwärts gerichteten Verlauf des MACD-Indikators über seiner mittellinie unterstützt wird. Auf dem H1-Chart klärte der Markt 4.522 USD ab und zielt nun auf 4.660 USD, gefolgt von einem möglichen Abwärtstrend auf 4.500 USD. Die Signalreihe des Stochastischen Oszillators, die derzeit über 80 liegt und ansteigt, entspricht diesem Szenario.
Die kurzfristige Richtung des Metalls wird abhängen von den monetären Politik-Signalen der USA, den geopolitischen Entwicklungen und den Trends bei den Energiepreisen, so die Analyse.












