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Wirtschaft/ZentralbankenArticle

Globaler Obligationen-Verkaufsdruck verstärkt sich: Zweijahres-Treasury-Rendite erreicht Höchststand seit 2025

Treasury-Renditen steigen auf mehrjährige Spitzenwerte – ausgelöst durch Spannungen im Nahen Osten und Inflationssorgen. Europäische und japanische Anleihemärkte ziehen nach. Nächste US-Arbeitsmarktdaten und EZB-Sitzung im Fokus.

EK
Elena Kovač · Central Banks Desk · 2 Sept 2026 · 00:59 · 2 Min. Lesezeit
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Globaler Obligationen-Verkaufsdruck verstärkt sich: Zweijahres-Treasury-Rendite erreicht Höchststand seit 2025

Ein breit angelegter Verkaufsdruck bei globalen Staatsanleihen verschärfte sich am Montag. Die Rendite der zweijährigen US-Treasuries stieg auf 4.354%, den höchsten Stand seit 2025. Investoren revidierten ihre Einschätzungen zur Geldpolitik angesichts anhaltender Inflationsrisiken und geopolitischer Spannungen.

Die Renditen in den wichtigsten Industrieländern stiegen deutlich an. In Europa kletterte die Rendite der zweijährigen deutschen Schatzanleihen auf 2.936%, den höchsten Wert seit Juli 2024. Die zehnjährige Bundesanleihen-Rendite erreichte 3.352%, ein Niveau, das zuletzt 2011 verzeichnet wurde. Die französische zehnjährige OAT-Rendite stieg auf 4.15%, den höchsten Stand seit November 2008. Auch in Japan zogen die Renditen stark an: Die zehnjährige JGB-Rendite erreichte 3.000%, den höchsten Wert seit Ende 1996, während die zweijährige Rendite mit 1.800% ein Rekordhoch markierte.

Der Verkaufsdruck wurde durch eine Kombination aus erhöhten Inflationserwartungen und eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verstärkt. Der Rohölpreis überschritt die Marke von 90 US-Dollar pro Fass, nachdem direkte militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran im Persischen Golf stattfanden. Dazu zählten Raketenangriffe auf die Insel Larak sowie Vergeltungsschläge auf US-Stützpunkte in Jordanien.

Die Märkte rechnen zunehmend mit einer strafferen Geldpolitik. Geldmarktdaten weisen eine 60%-Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die US-Notenbank an ihrer Sitzung vom 16. September aus. Gleichzeitig wird allgemein mit einer weiteren Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank an ihrer Sitzung vom 10. September gerechnet. US-Notenbankchef Kevin Warsh betonte an der Jackson-Hole-Konferenz, dass die Zentralbanker «noch Arbeit vor sich haben», um die Inflation unter Kontrolle zu bringen.

Kommende Wirtschaftsdaten werden die Erwartungen an die Geldpolitik weiter prägen. In den USA sind der JOLTS-Bericht zu offenen Stellen für Juli sowie in der Eurozone die CPI-Daten für August für Montag vorgesehen. Der Non-Farm-Payrolls-Bericht am Freitag wird zusätzliche Einblicke in die Arbeitsmarktlage liefern. Japan hat zudem ein Rekordbudget von 143 Billionen Yen beantragt, um die Verteidigung auszubauen, Energiewendeprojekte zu finanzieren und Haushaltsdefizite zu decken. Dies verstärkt die fiskalischen Sorgen in der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Finances-Review-Redakteurin bearbeitet.
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Geschrieben von
Elena Kovač
Central Banks Desk

Elena covers macroeconomic data and policy across the eurozone, translating industrial output, inflation and growth figures into what they mean for markets.

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