Die deutschen Aktien stiegen am Donnerstag leicht an, wobei der DAX bis zum Mittag um 0,22 % auf 26.344 Punkte gestiegen war, jedoch hinter seinem Vortageshoch zurückblieb. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen übertraf mit einem Plus von 0,84 % auf 32.796 Punkte, während der Euro Stoxx 50 um 0,2 % gesenkt wurde.
Der bescheidene Anstieg resultierte aus der Unterstützung durch solide Quartalsergebnisse im US-amerikanischen Technologiebereich, insbesondere bei Halbleiter- und Softwareunternehmen. Nvidia, Salesforce und CrowdStrike übertrafen die Erwartungen, was die Aktien deutscher Chip-Firmen antrieb. Infineon stieg um 3,6 %, Aixtron gewann 4,7 % und Süss MicroTec sprang um 8,2 %. Siemens Energy, das von der steigenden Nachfrage nach Rechenzentrumsleistungen profitiert, legte um 3 % zu.
SAP verglich einen ersten Gewinn und schloss 0,9% höher, nachdem die vorherige Sitzung schwach beendet wurde. GFT Technologies sprang um 10% nach Berichten über eine Partnerschaft mit der Deutschen Bank. UBS bekräftigte erneut ihren konstruktiven Ausblick auf künstliche Intelligenz und bezeichnete den Sektor als einen entscheidenden Wachstumstreiber.
Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben United Internet und Ionos auf "Kaufen" hochgestuft und beziehen hierfür die attraktiven Perspektiven für das zweite Halbjahr trotz der zurückhaltenden Markttrends. Die Aktien sanken jeweils um etwa 3 %, während Deutsche Telekom herabgestuft wurde und um 1,9 % fiel.
Der Industrie-Dienstleister Bilfinger notierte nach einem Upgrade der Aktie von UBS auf "Kaufen" um 3,8 Prozent höher. Die Bank verwies dabei auf verbesserte Margen-Prognosen und eine positive Überraschung bei den Auftragseingängen. Der Kupfer-Spezialist Asta Energy konnte sich um 6,6 Prozent verbessern nach den Halbjahreszahlen und einem nach oben revidierten Ausblick, nachdem eine starke Nachfrage im Energiesektor die Aussichten gestärkt hatte.
Die Vorsicht der Investoren hielt an, vor dem jährlichen Symposium des Federal Reserve in Jackson Hole, wo die Erklärungen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh am Freitag die Erwartungen für die US-Geldpolitik beeinflussen sollen. Analysten warnten, dass politische Unsicherheit kurzfristig die Risikoverträglichkeit begrenzen könnte.













