Am Dienstag stieg die Geberit AG um 7,1% auf 564,2 CHF, nachdem das Unternehmen für das erste Halbjahr 2026 einen Umsatzanstieg von 2,8% auf 1,71 Milliarden CHF melden konnte, angetrieben durch die Volumengewinnung und die Preisbestimmungsmacht.
Die währungsbereinigten Nettoverkäufe, die den Einfluss von Währungsschwankungen berücksichtigen, stiegen in diesem Zeitraum um 5,9 % und damit wurden das neunte Quartal in Folge mit einem durchschnittlichen Wachstum von etwa 5 % erreicht. Der Schweizer Hersteller erklärte, dass die starke Nachfrage und die Preissteigerungen die negativen Währungseffekte in Höhe von 53 Millionen Franken und höhere Rohstoffkosten wettmachten. Die Verkäufe im zweiten Quartal beliefen sich auf 838 Millionen Franken, was einer Steigerung um 6,6 % in Schweizer Franken und 8,8 % bei den währungsbereinigten Verkäufen entspricht.
Die regionale Entwicklung war gemischt. Europa wuchs um 5,6 % auf währungsbereinigter Basis, wobei Osteuropa um 11,8 % anstieg und die Schweiz um 9,7 %. Im Westen Europas sank die Umsatzentwicklung hingegen um 0,4 %. Der weitere Wachstum lag beim Nahen Osten und Afrika bei 18,9 %, gefolgt von Fernost/Pazifik mit 6,5 %. Die Amerika-Regionen schrumpften um 5,0 %, was auf den Basiseffekt der US-Zollan- kündigungen im Vorjahr zurückzuführen war.
Nach Produktsegmenten stiegen die Umsätze für Installations- und Spülsysteme um 6,7 %, für Rohrleitungssysteme um 5,9 % und für Badsysteme um 5,0 %. Die Profitabilitätsgrößen verbesserten sich: Das EBITDA stieg um 3 % auf CHF 529 Millionen, das EBIT um 4 % auf CHF 450 Millionen und das Nettoergebnis um 7,4 % auf CHF 364 Millionen. Das operative Ergebnis je Aktie legte um 7,9 % zu auf CHF 11,09.
Der freie Geldfluss sank um 12,1 % auf CHF 217 Millionen aufgrund höherer Investitionen und Verzögerungen in der Steuerabführung, während die Netto-Liquiditätsquote von CHF 1,17 Milliarden auf CHF 1,33 Milliarden stieg. Die Eigenkapitalquote fiel auf 31,4 % von 34,5 %.
Geberit vollendete im Juni einen Aktienrückkauf in Höhe von CHF 300 Millionen und startete ein neues zweijähriges Programm von bis zu CHF 300 Millionen mit einem Rückkauf von 392 534 Aktien im ersten Halbjahr im Wert von CHF 206 Millionen.
Das Management bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2026 mit einem Umsatzwachstum von 5% bis 6% in lokalen Währungen und einer EBITDA-Marge im Bereich der 2025er Niveaus.









