Die Devisenmärkte traten am Mittwoch in eine zurückhaltende Hold-Position ein, da die Händler sich zurückhielten, bevor drei Ereignisrisiken auftreten, die die Erwartungen für die Geldpolitik und die Cross-Asset-Preisen neu in Gang setzen könnten.
Die Ölpreise hatten ihren Rückgang auf die dritte Sitzungsreihe fortgesetzt, wobei Brent-Rohöl kurzzeitig auf etwa 86 USD je Fass fiel, da erneute Gespräche zwischen Iran und Oman die Aussicht auf einen navigativen Korridor durch den Hormuskanal aufweisen. Obwohl keine unmittelbare Lockerung der Schiffsverkehrsbeschränkungen festgestellt wurde, reagieren die Märkte auf die sich verschiebbende Wahrscheinlichkeit einer Wiedereröffnung des Korridors und nicht auf eine konkrete Veränderung bei den Lieferströmen. Der Rückgang des Rohölpreises hat den Inflationsdruck auf langlaufende Wertpapiere etwas abgemildert und damit geringfügige Erleichterung für die Renditen der 30-jährigen US-Staatsanleihen gebracht, die sich wieder auf die Werte rückgängig gemacht haben, die beim ersten Bekanntwerden des erweiterten Rückkaufprogramms der US-Regierung festgestellt wurden.
Die Stabilisierung am langen Ende der Kurve hat die Aufmerksamkeit auf den Frontend gelenkt, wo Bundesbank-Gouverneur Kevin Warsh am Freitag auf dem Symposium in Jackson Hole einen Vortrag halten soll. Die Analysen vermuten, dass die Märkte eher eine moderate Botschaft zu Preisstabilität und Datendependenheit erhalten werden als eine Hawkish-Surprise. Die Einschätzung der ING entspricht dieser Ansicht und weist darauf hin, dass der Fokus sich von der back-end-Beteiligung an Treasury-Buybacks hin zu der Kursänderung der Fed-Politik bewegt, wenn Jackson Hole nähert. Da Langfristzinsen bereits zu strafferen Finanzbedingungen beitragen und die Wirtschaftsnachrichten widersprüchliche Signale aussenden, besteht kein großer Anreiz für Warsh, eine Zinserhöhung im September vorzuschlagen.
Im Hinblick auf dieses Umfeld bleibt der Dollar in einem Zustand des Fluktuierens. Die Analyse deuten darauf hin, dass sich eine Bevorzugung einer größeren Short-Position des Dollars ergibt, obwohl zeitliche Einschränkungen und sich ändernde Risiken die Überzeugung schwächen. Der politische Risiko in Frankreich ist wieder auf dem Vormarsch und wird als sekundäre Sorge angesehen, wobei erhöhte französische Kreditkosten und die bevorstehende Präsidentenwahl 2027 weitere Hindernisse für euro denominierte Vermögenswerte darstellen. Auch wenn dies kein unmittelbarer Auslöser für einen Verkauf des Euro ist, führen die Unsicherheiten zu zusätzlichen Variablen, die einen reinen Short-Handel des Dollars erschweren. Der Autor merkt an, dass die Erstellung neuer Währungsrisikopositions am Ende der asiatischen Handelsphase – wenn die Handelsstunden in New York gerade erst beginnen – die Exposition in den Nachtstunden verlängern kann, insbesondere in Anbetracht der bevorstehenden Jackson Hole-Veranstaltung. Die Analyse rät zur Geduld und betont, dass es immer einen anderen Eintrittspunkt gibt, anstatt eine Position zu erzwingen.
Der Yen bietet jedoch eine eindeutigere Relative-Value-Möglichkeit. Die Policy-Divergenz zwischen der Bank of Japan und der Federal Reserve vertrocknet, da die Märkte nun eine 85%-ige Wahrscheinlichkeit für einen Zinssatzanstieg der BoJ im September einführen, wie MUFG vermutet. Die Preise für japanische Dienstleistungsprodukte stiegen im Juli auf 3,6% gegenüber dem Vorjahreswert und stärkten die Erwartungen einer weiteren Normalisierung. Der stellvertretende Gouverneur Himino und andere hawkische Mitglieder des Rates sind vor der Sitzung zu sprechen, die Analyse gibt jedoch darauf hin, dass die Stärke des JPY wahrscheinlich nicht einem unveränderten Kurs folgt. Fallende Ölpreise reduzieren die Importkosten Japans, während ruhigere US-Preissignale für langfristige Anlagen den Anklang des Dollars mindern und die politische Differenz verkleinern, die seit Jahren die Yen-Carry-Trade unterstützt. Der Autor hat mäßige Längen in Yen aufgenommen und das allgemeine Short-Signal für den Dollar auf Eis gelegt.
Auch Gold bleibt im Fokus, und die Analyse spricht nach wie vor einen Rücksetzer als Kaufmöglichkeit an. Trotz eines Versuchs, über 4.700 US-Dollar pro Unze zu steigen, besteht weiterhin der bullische Fall für das Edelmetall, auch wenn der Auftrieb etwas eingetrübt ist. Die Analyse betont, dass Makro-, Positionierungs-, Bewertungs-und Preisbewegungen noch nicht nahtlos aufeinander abgestimmt sind, und warnt vor verdrängter Überzeugung, wo es keine gibt. Trotz einer verringerten Volatilität bei Aktien und Zinssätzen, obwohl ein vollgepackter Veranstaltungskalender ansteht – darunter die Nvidia-Einnahmen, die PCE-Daten und Warshs Rede – kann die derzeitige Ruhe am Markt auf ein kollektives Warten auf Klarheit hindeuten und nicht auf einen Mangel an Risiken. Die Analyse konstatiert, dass eine geringe Volatilität vor erwarteten Ereigniskräften nicht mit geringem Risiko gleichzusetzen ist, aber fürs Erste ist die vorsichtige Haltung darauf ausgerichtet, die Position zu behalten, bis der endgültige Auslöser eintrifft.












