Die deutschen Aktien standen am Donnerstag vor einem stabilen Start, angetrieben durch die stabilere Entwicklung der Ölpreise nach einem starken Anstieg. Allerdings sollte die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank später am Tag den Ton für den restlichen Handel setzen.
Der X-Dax zeigte eine leichte Steigerung von rund 25 Punkten auf 25.607 eine Stunde vor dem Eröffnungstakt, nachdem er am Vortag stark zurückgegangen war und damit auf das niedrigste Niveau seit Ende Juli gefallen war. Dieser Rückgang wurde durch den sprunghaften Anstieg des Brent-Rohöls über 100 US-Dollar pro Fass verschoben.
Ausserdem wurde prognostiziert, dass der EuroStoxx 50 auf einem stabilen Niveau öffnet.
Die meisten Analysten erwarteten, dass die EZB in diesem Jahr ihren zweiten Zinsschritt umsetzen würde und den Leitzins auf 2,50 % erhöhen würde. Höhere Kreditkosten haben dazu neigen, die Gewinvaluierungen zu belasten, indem sie die Finanzierungskosten für Unternehmen steigern, Kapitalprojekte teurer machen und den relativen Anziehkraft von Anleihen erhöhen.
"Was wichtig ist, ist die zukunftsorientierte Führung der EZB. Die Märkte rechnen derzeit mit weiteren Zinserhöhungen und zwei weiteren Schritten im nächsten Jahr," sagte Thomas Altmann von QC Partners.
Im Pre-Market-Handel auf Tradegate trieb die Kommentarleistung von Analysten Einzelnamen. Die Aktien des Getriebeherstellers Renk fielen um etwa 2% nach dem Abgeschlagen auf "neutraal" durch Exane BNP. Auch Rheinmetall verlor auf einen negativen Kommentar von JPMorgan. Zu den Gewinnern gehörten RWE, Porsche AG, MTU Aero Engines und DHL, die alle vor dem Handel aufgrund positiver Kommentare US-Investmentbanken stiegen.












