Der US-Energiedienstleister Flotek Industries hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar erzielt – ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit erreicht das Unternehmen den höchsten Quartalsumsatz seit über einem Jahrzehnt. Die in Houston ansässige Firma hob ihre Jahresprognose für 2026 an und erwartet nun ein Umsatzwachstum von 49 Prozent sowie einen Anstieg des bereinigten EBITDA um 45 Prozent im Vergleich zu 2025 – ohne Berücksichtigung von Power-Board-Verträgen.
Seit der Übernahme durch das aktuelle Management Mitte 2021 setzt Flotek konsequent auf wiederkehrende Erträge. Der Auftragsbestand in diesem Bereich beläuft sich mittlerweile auf über 500 Millionen US-Dollar – 2021 lag dieser Wert noch bei null. Gleichzeitig hat sich der adressierbare Gesamtmarkt von rund 2 Milliarden US-Dollar auf fast 20 Milliarden US-Dollar ausgeweitet, wobei etwa 18 Milliarden weniger stark von den Schwankungen der Öl- und Gaspreise abhängig sind.
Datenanalysen tragen mittlerweile zu über 51 Prozent des gesamten Bruttogewinns bei. Dieser Geschäftsbereich wuchs im Jahresvergleich um 223 Prozent und im Quartalsvergleich um 85 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2026. Die Bruttomargen in diesem Segment liegen bei über 75 Prozent, während sie im Chemiegeschäft bei etwa 25 bis 30 Prozent liegen. Die Gesamtbruttomarge des Unternehmens belief sich in den letzten zwölf Monaten auf rund 25 Prozent.
Floteks datengetriebene Technologien für den Upstream-Bereich, darunter der XSPCT Analyzer und die Plattform Prescriptive Chemistry Management, sind seit der zweiten Jahreshälfte 2025 kommerziell verfügbar. Die PWRtek-Plattform sowie die Datenbank JP3 für Kohlenwasserstoffmessungen ermöglichen Echtzeitüberwachungen – Gasqualitätsmessungen erfolgen alle 0,125 Sekunden, Motorausgangsleistungen werden alle drei bis fünf Sekunden erfasst.
Die im vierten Quartal 2025 eingeführten digitalen Bewertungsservices sollen bis Ende 2026 in 150 Einsätzen genutzt werden, wobei bereits rund 120 Installationen realisiert sind. Die Standardausstattung kostet zwischen 150.000 und 200.000 US-Dollar, wobei sich die Investitionen in weniger als drei Monaten amortisieren.
In Saudi-Arabien hält Flotek eine 100-prozentige Marktposition bei Hydraulik-Frac-Flüssigkeiten für das Jafurah-Feld und plant, die Zahl der Frac-Crews bis Dezember 2026 um 50 Prozent zu erhöhen. Zudem stieg die Rate der Kraftstoffsubstitution von 25 auf über 80 Prozent, in Einzelfällen sogar auf über 90 Prozent. Kunden sparen damit jährlich zwischen 3 und 5 Millionen US-Dollar ein.
Die Aktie von Flotek, die am Montag bei 28,555 US-Dollar gehandelt wurde, hat seit 2023 um 620 Prozent zugelegt, liegt aber noch 21,7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 39,67 US-Dollar. Die Eigenkapitalrendite beträgt laut InvestingPro-Daten 38 Prozent.









