Ein federaler Richter in San Francisco hat am Donnerstag die Verurteilung des ehemaligen Google-Softwareingenieurs Linwei Ding teilweise aufgehoben, sieben Anklagepunkte des Wirtschafts- und Industrieunтерrichts gekippt und seine Verurteilung für Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen aber bestätigte.
Richter Vince Chhabria vermerkte, dass es keine ausreichenden Beweise für die Anklage wegen Wirtschaftsspionage gibt, die nachweisen muss, dass Ding wisse oder mit Absicht gearbeitet habe, um den chinesischen Staat zu fördern. Die Verurteilung wegen Geschäftsgeheimnisse wurde jedoch nach einem 11-tägigen Prozess im Januar letzten Jahres abgeändert. Ding, ein chinesischer Staatsbürger, auch bekannt als Leon Ding, wurde schuldig befunden, vertrauliche Informationen über die AI-Infrastruktur von Google gestohlen zu haben, darunter Blauprints für Rechenzentren, die zum Trainieren großer Sprachmodelle genutzt werden.
Die Ankläger beschuldigen Ding, Anfang 2022 mit der Übermittlung proprietärer Daten begonnen zu haben, während er noch von einem chinesischen Technologieunternehmen in die USA aufgenommen wurde. Zu den gestohlenen Materialien gehörten Designs, die Google helfen sollten, seine Abhängigkeit von Nvidia-Chips zu reduzieren und sich einen Vorteil gegenüber den Cloud-Rivalen Amazon.com und Microsoft zu verschaffen, die ihre eigenen Halbleiterarchitekturen entwickeln. Google, das nicht angeklagt wurde, erklärte, dass es während der Ermittlungen vollkommen mit den Behörden zusammenarbeitete.
Ding stand ursprünglich wegen sieben Anklagen für Wirtschaftsespionage vor Gericht, für jede davon drohte eine Höchststrafe von 15 Jahren Haft und ein Geldbußsatz von 5 Millionen Dollar. Daneben standen sieben Anklagen für den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen, für jede davon drohte eine Höchststrafe von 10 Jahren Haft und ein Geldbußsatz von 250.000 Dollar. Die Anklagen wegen Wirtschaftsespionage wurden vermindert, die Anklage wegen Geschäftsgeheimnisdiebstahls bleibt jedoch bestehen. Sein Anwaltsteam beantragte kurz nach dem Schuldspruch die Freispruchsforderung, die Ankläger erweiterten jedoch die Vorwürfe in einer neuen Anklageschrift im Februar 2025.
Das Urteil wurde am 20. August 2026 in Wilmington, Delaware, und San Francisco erlassen. Ding soll am 1. September zum Urteil verpflichtet werden, wie aus Gerichtsakten hervorgeht. Sein Anwalt bezeichnete die Entscheidung als einen positiven Entwicklungsschritt und erklärte, Ding sei mit dem Urteil zufrieden.













