EverBank, ein in Florida ansässiger digitaler Kreditgeber mit 47 Milliarden Dollar Vermögen und 38 Milliarden Dollar Einlagen, hat nach Angaben eines Berichts des Wall Street Journals rund drei Jahre nach dem Erwerb durch eine Gruppe von Privatkapitalgesellschaften einen formalen Verkaufsprozess eingeleitet.
Die Bank, die als 57. größte US-amerikanische Bankholdinggesellschaft gilt, betreibt Dutzende Filialen vor allem in Florida und Kalifornien und unterhält Markenpartnerschaften, darunter das Sponsoring des Stadions der Jacksonville Jaguars und eine Vereinbarung mit dem Quarterback Trevor Lawrence. In einer Erklärung erklärte EverBank, dass man bereits lange Zeit mehrere strategische Wege in Betracht zieht, darunter Übernahmen, eine mögliche Verkäufung oder Verschmelzung oder ein Börsengang, und dabei sowohl sein Vertrauen in seine Wachstumsperspektiven als auch seine Zukunft als privater Kreditinstitut bekräftigte.
Die Bank wurde 2023 von TIAA von einem Konsortium gekauft, das von Stone Point Capital, Warburg Pincus, Reverence Capital Partners, Sixth Street und Bayview Asset Management angeführt wird. Der Transaktionspreis wurde nicht bekannt gegeben. Der Verkaufsprozess läuft bereits seit mehreren Monaten, erklärten sich mit der Angelegenheit vertraute Quellen gegenüber dem Journal.
Bundesregelungen begrenzen die Anteilsscheine von Private-Equity-Firmen an Banken, es sei denn, die Investoren werden Bank-Holdinggesellschaften, was üblicherweise eine Minderheitsbeteiligung voraussetzt. Die FDIC hat Anfang dieses Jahres die Vorschriften gelockert, um die Beteiligung von Private-Equity-Firmen an Übernahmen von gescheiterten Banken zu erleichtern. Diese Änderung könnte den aktuellen Prozess beeinflussen.
EverBank hat keine Zeitplanung für das Verhandlungsverfahren genannt und schließt es nicht aus, einen Börsengang durchzuführen, falls kein geeigneter Käufer gefunden wird.












