Die europäischen Aktienmärkte schwächten am Freitag nach den Gewinnen der vorherigen Sitzung, wobei die Derivaterexspiration die Preisentdeckung mit Volatilität beбоhrte.
"Indexoptionen und -futures werden gegen Mittag abgeschlossen, bevor die Aktienoptionen in der Schlussauktion folgen", sagte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "An diesen Tagen können einzelne Indizes und Aktien grössere Preisbewegungen erkennen." Er warnte, dass nicht jeder ungewöhnliche Schritt als Signal an der Börse ausgelegt werden sollte.
Der EuroStoxx 50 sank bis Mitttag um 0,55 Prozent auf 6.287,83 Punkte. Ausserhalb der Eurozone fiel der britische FTSE 100 um 0,66 Prozent auf 10.744,50 Punkte und der Schweizer SMI pendelte sich um 0,14 Prozent auf 13.927,41 Punkte zurück.
Der schwächste Sektor war die Telekommunikation, da die Investoren Gewinne realisierten, nachdem der französische Mobilfunkanbieter Orange von Morgan Stanley von " Übergewichtet" auf "Untergewichtet" herabgestuft wurde. Die Analysten vertraten die Ansicht, dass die politische Unsicherheit das Risiko eines langsameren Gewinnwachstums erhöht, dass der Wettbewerb in Spanien sich verschärft und die Schulden gestiegen sind. Orange verlor 4,7 Prozent, während der Leitgigant Deutsche Telekom 3,5 Prozent einbüsste.
Auch die Lebensmittelbestände litten unter dem Druck, gestossen von Verlusten bei Nestlé, deren Aktien um 2,1 Prozent abnahmen. Russland hatte mehrere Unternehmen des Konzerns in vorübergehender Fremdverwaltung gestellt. Zwar bleiben Nestlés Anteile formell intakt, aber das Unternehmen hat für den Moment die Kontrolle über seine russischen Aktivitäten verloren. Die Analysten schätzen, dass Russland etwa ein bis zwei Prozent der Umsätze von Nestlé ausmacht, doch die Anlagenbasis ist erheblich – nach Einschätzungen liegt die Wertschätzung des russischen Geschäfts von Nestlé bei ungefähr 1,75 Milliarden Franken, die in einem schlimmsten Szenario Write-downs erleiden könnten.
Der stärkste Sektor war die Technologie, die von positiven Signalen aus den US-amerikanischen und asiatischen Märkten profitierte, wo die Aktien von Halbleiterherstellern gestiegen waren. Die Aktien von ASML fortsetzten ihren Aufwärtssprung und legten 1,1 Prozent zu.











