Die europäischen Erdgaspreise gaben am Montag nach, nachdem sie eine Wochensteigerung von 7 % erreicht hatten, da die Händler sich vor einer Ankündigung des US-Finanzministeriums über neue Sanktionen gegen den Iran in Ruhe setzten.
Die Benchmark-Futures für den niederländischen Front-Month und entsprechende Großhandels-Gas-Verträge in Großbritannien tendierten je um 0.8 % ab, was die Kursgewinne in der vorherigen Sitzung, die die Preise auf fünfmonatige Hochs schoben, verringerte. Die Kurssteigerung der Vorwoche folgte den erhöhten Spannungen im Nahen Osten und bereitete Befürchtungen über mögliche Lieferunterbrechungen aus dem Persischen Golf.
Die Brent-Rohstoff-Futures gaben etwa 1,5% ab und handelten kurzzeitig bei 91,80 USD pro Barrel, was einen Teil der zuvor erfolgten 5-prozentigen Rallye wieder einholt. Der Rückgang an den Energiemärkten kam, nachdem die Anleger die um 20:00 Uhr ET geplante Pressekonferenz des US-Finanzministers Scott Bessent erwartet hatten, der Maßnahmen gegen Teheran vorstellen wird.
Die USA haben der Iran bereits darauf hingewiesen, was sie als "die größte finanzielle Offensive aller Zeiten" bezeichnen, und erhöhten den Druck trotz der regionalen geopolitischen Spannungen. Die europäischen Gaspreise hatten zuvor ihren höchsten Stand seit März erreicht, was die Sensibilität der Märkte für mögliche Lieferrisiken aus der Region des Persischen Golfs widerspiegelt.
Die Analysten stellten fest, dass der temporäre Rückgang bei den Gas- und Ölpreisen nicht auf eine grundlegende Veränderung der Nachfrage- und Angebotsdynamik hinweist, sondern eher eine Gewinnauswertung nach einem starken Anstieg darstellt. Der Fokus liegt weiterhin auf den nächsten Schritten Washingtons und deren potenzieller Belastung für die regionalen Energieflüsse und Preisgestaltung.













