Die europäischen Erdgaspreise stiegen am Donnerstag geringfügig an, da ein verringerter Tankerverkehr durch den Hormus-Kanal die Lieferrisiken vor dem Winter erhöhte.
Die niederländischen Front-Monatsfutures stiegen um 0,2% auf 63,285 € pro Megawattstunde, wie aus Echtzeitdaten hervorgeht, während entsprechende britische Großhandelskontrakte um 0,7% anstiegen. Die Aufwärtsbewegung folgte einer Periode niedriger Tankeraktivität entlang der Röhre durch den Persischen Golf, durch die historisch etwa ein Fünftel der weltweiten Lieferungen von gespritzter Erdgas (LNG) verkehren.
Die anhaltenden Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran haben die tägliche Anzahl von Schiffen auf einstelligen Ebenen gehalten, deutlich unter den vor dem Konflikt bestehenden Baselinewerten. Die Unterbrechung hat mehrere qatarische LNG-Ladungen gestrandet, wodurch die regionalen Lieferdynamiken verst rickt wurden und die Abhängigkeit der europäischen Lagerreserven vor dem Winterpeak nach Nachfrage verstärkt wurde.
Die Gaslagerkapazitäten der Europäischen Union beliefen sich laut den neuesten Daten von Gas Infrastructure Europe auf etwa 60% der Gesamtkapazität. Die anhaltenden Hitzewellen auf dem Kontinent während der Sommermonate führten zu einer verstärkten Erzeugung von Strom durch Gas für die Klimakontrolle, wodurch die Lagerbestände weiter abnahmen. Die Kombination aus verminderten Importen und erhökter saisonaler Nachfrage hat die Europäischen Gasmärkte bei einer bescheidenen Preiserhöhung angespannt gehalten.
Die Hormuschlucht bleibt ein kritischer Knackpunkt für den LNG-Verkehr, und Analysten warnen, dass länger anhaltende Verspätungen den Versorgungsmangel in den kommenden Monaten verschärfen könnten.













