Die Aktien des Halbleitersektors büßten diese Woche weiter an Wert – der PHLX Semiconductor Index sank am Dienstag um 5 % und am Mittwoch um weitere 2 %, was ungefähr 7 % des Sektorkapitals entsprach. Der Index liegt nun rund 20 % unter seinem Rekordwert vom 22. Juni, obwohl keine negativen Nachrichten von Chipherstellern zu vernehmen waren.
Analog Devices (NASDAQ:ADI) erzielte Rekordresultate und prognostizierte ein rekordhohes Vier Quartal, aber seine Aktien fielen zusammen mit dem Gesamtsektor. Die Verkäufe folgten einem Anstieg der langfristigen Kreditkosten, wobei der Zinssatz der 30-jährigen US-Staatsanleihen am Dienstag auf 5,33% gestiegen ist, das höchste Niveau seit Juni 2007.
Der Semiconductor-Index fiel von 12.621 am Dienstag auf 11.738 am Mittwoch, und die Verluste gingen über Speicherchips, auf KI-gezielte Aktien und Branchenführer verteilt. Advanced Micro Devices (NASDAQ:AMD) und Micron Technology (NASDAQ:MU) reduzierten sich um jeweils rund 7 %, während Nvidia (NASDAQ:NVDA) weniger stark, aber immer noch beiden Tagen zurückging.
Die Rally am Anleihenmarkt reflektierte breitere Sorgen, darunter das wachsende US-Gesichtsdefizit von 432,3 Milliarden USD im Juli und die anhaltende Inflation über dem Zielwert von 2% der US-Notenbank. Die steigenden Ölpreise verstärkten die Anlegerunsicherheit und führten dazu, dass die Nachfrage nach Treasuries mit längerer Laufzeit auf Zweijahrestiefe stieg.
Trotz des 66-prozentigen Anstiegs des Sektors im Jahr 2026 nach einem Schlusskurs von 7.083 Punkten Ende 2025 unterstreicht die jüngste Rückbewegung die Sensitivität für Zinsbewegungen. Wachstumsaktien mit Bewertungen, die an zukünftige Ergebnisse geknüpft sind, sind besonders anfällig für steigende langfristige Renditen, die den Gegenwartswert ferntliegender Geldströme reduzieren.












