Die europäischen Aktienmärkte sind nach dem Rückgang der geopolitischen Risiken bei der Benchmark STOXX 600 wieder gestiegen: In der Woche bis zum 12. August kamen 2,44 Milliarden US-Dollar an Einlagen – der größte Tageszuwachs seit dem Zeitraum, der am 25. Februar endete.
Die Einflüsse beruhen auf einer Periode erhöhter Volatilität, die mit den Spannungen im Nahen Osten verbunden ist und zuvor das Anlegervertrauen beeinträchtigt hatte. Der europäische Benchmark wird heute mit etwa 15 Mal den 12-monatigen Gewinn im Vergleich gehandelt, ein Rabatt von 26 % gegenüber dem S&P 500, nach einem Rekordabstand von 41 % im November 2024. Von Anfang Januar bis heute sind europäische Aktien um etwa 10 % gestiegen, was unter dem S&P 500 und dem MSCI World-Index liegt, die jeweils um etwa 13 % stiegen.
Analysten nennen verbesserte Wirtschaftsdaten und eine Wertsteigerung hin zu den Schlüsselfaktoren. Die Zinsen für Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren sind in diesem Jahr um 40 Basispunkte gestiegen, während die Zinsen für US-Staatsanleihen um 50 Basispunkte angestiegen sind. Das Euro, das Mitte Juni auf 13-Jahres-Tiefs fiel, ist seitdem um rund 3 % gestiegen und notiert aktuell bei 1,17 US-Dollar, wodurch ein Dreimonatshoch erreicht wurde.
Der Ertragsanstieg ist weiterhin robust, und die Unternehmen des STOXX 600 werden für das zweite Quartal ein Ertragswachstum von 24,1% prognostiziert – das stärkste Wachstum seit fast vier Jahren. Die Technologie, die 10% des europäischen Benchmarks ausmacht, hat zum Ausbruchsversuch beigetragen, obwohl es in den letzten Wochen bei den globalen Technologie-Märkten zu Volatilität gekommen ist, einschließlich eines 70%igen Sprungs in den südkoreanischen Aktien während des zweiten Quartals, der sich im aktuellen Quartal um 20% korrigierte.
Strategier referieren auf die Diversifikationsvorteile Europas im Vergleich zum konzentrierten Risikoprofil in anderen Regionen. Niall Gallagher, Investment Manager der europäischen Aktienstrategie bei Jupiter Asset Management, bemerkte, dass Europa eine Einstellung in Sektoren bietet, die in US-amerikanischen oder asiatischen Benchmarks nicht so stark vertreten sind. Marina Zavolock, Chief European Equity Strategist bei Morgan Stanley, betonte, dass moderate Inflation die Performance von Aktien hilft, insbesondere bei europäischen Banken.
Die jüngste Aufwertung des EURs spiegelt Überraschungen im europäischen Wirtschaftsausblick relativ zu schwächeren US-Indikatoren wider, so Dominic Bunning, Leiter von G10 FX-Strategie bei Nomura. Mark Dowding, Chief Investment Officer von BlueBay Fixed Income, warnte jedoch, dass eine heftigere Korrektur eintreten könnte, wenn die US-Wachstumszahlen sinken und die Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der US-Staatsverschuldung verstärken.













