Die Europäische Zentralbank ist berufen, ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,50% zu erhöhen bei ihrer Policy-Meeting am 9. und 10. September, berichten Personen, die mit den internen Beratungen vertraut sind. Diese Massnahme wäre die zweite Erhöhung innerhalb von drei Monaten, nachdem die EZB im Juni den ersten Zinsanstieg seit fast acht Jahren durchgeführt hatte.
Die Inflation in der Eurozone bewegt sich weiterhin nahe der 3%, die über dem mittelfristigen Ziel der EZB von 2% liegt, und wird von den gestiegenen Preisen für Erdgas und Benzin angetrieben. Die politische Führung strebt darauf ab, eine Wiederholung der Inflationssteigerung nach 2022 zu verhindern, die durch den russischen Einmarsch in die Ukraine folgte und zu einer erheblichen Ausweitung der Energiekosten führte. Die Energierisiken wurden durch den anhaltenden Konflikt in Iran verstärkt, obwohl die Prognosen der EZB für Juni bereits die Ausweitung ab September berücksichtigten.
Die Finanzmärkte erwarten einen oder zwei weitere Zinstariffer oberhalb von September, aber ECB-Funktionäre haben signalisiert, dass sie keine Absicht haben, zur weiteren Straffung zu beitragen. Langfristige Inflationserwartungen sind weiterhin auf 2% angesiedelt, wodurch die Dringlichkeit für zusätzliche Massnahmen abnimmt. Aktuelle Konjunkturindikatoren und Geschäftsumfragen der Eurozone zeigen, dass die Wirtschaft besser vertrage, als erwartet, wodurch deutlich wird, dass der derzeitige Straffungskurs noch nicht die Wachstumskräfte strapaziert.
Die aktualisierten wirtschaftlichen Prognosen der ECB, die im September veröffentlicht werden sollen, werden neue Erkenntnisse zu den Inflations-und Wachstumsaussichten liefern. Die Inflationsdaten, die nächsten Woche veröffentlicht werden, können auch die Entscheidung beeinflussen, aber das Zeitpunkte der Zinserhöhung scheint unter den derzeitigen Umständen weitgehend vorherbestimmt zu sein.












