Der US-Dollar behielt am Donnerstag seine Position nahe einem Wochenhoch, da stärkere als erwartet Inflationsdaten die Erwartungen für einen Zinsschritt der Fed im nächsten Monat aufrechterhalten. Der US-Dollar-Index stand um 01:43 Uhr MEZ bei 99,15 und hatte in der vorherigen Sitzung ein Plus von 0,3% erreicht.
Der BIP-Preisindex für die privaten Konsumausgaben stieg im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,7 %, unverändert gegenüber Juni, aber über der prognostizierten 3,6 %. Monatlich gesehen stiegen die Preise um 0,2 %, ebenfalls über den Erwartungen. Laut dem CME-Werkzeug FedWatch rechnen die Märkte mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 60 % für eine Zinserhöhung durch die Fed auf der Sitzung im September.
Der japanische Yen hielt sich gegenüber dem Dollar stabil, wobei das Paar USD/JPY bei 159,36 notierte. Händler gaben einer 86-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung von der Bank of Japan im nächsten Monat, während der stellvertretende Gouverneur Ryozo Himino bemerkte, dass rechtzeitige Anpassungen dazu beitragen könnten, die inflationären Antriebskräfte zu schwächen, ohne jedoch eine ausdrückliche Meldung zu einem September-Versuch zu machen.
Der südkoreanische Won stärkte sich gegenüber dem Dollar um 0,3 % und war damit einer der führenden Performer unter den asiatischen Währungen. Diesen Erfolg hatte die Entscheidung der Bank of Korea vorangetrieben, den Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf 3,00 % anzuheben, dies war die zweite Anhebung in Folge. Die Zentralbank hat auch ihre Wachstumsprognose für 2026 von 2,6 % auf 3,3 % angehoben und ihre Inflationsprognose mit 2,7 % erhalten. Es wird prognostiziert, dass der Leitzins voraussichtlich bis zum Jahresende auf 3,25 % steigen wird.
Der australische Dollar stieg um 0,2 % auf 0,718 USD, nachdem die Daten zur Kaufkraftinflation in Australien die Erwartungen übertroffen hatten und die Hoffnungen auf eine eventuelle Zinserhöhung durch die Zentralbank der australischen Staatsbank (Reserve Bank of Australia) im Laufe des Jahres wiederbelebt wurden. Der chinesische Yuan blieb gegenüber dem US-Dollar gleich, während der singaporeische Dollar und die indische Rupie jeweils modesten Rückgangs- bzw. Erhöhungsraten verzeichneten.
Die Investoren richten sich nun auf das jährliche Jackson-Hole-Symposium der Federal Reserve zu, auf dem weitere Hinweise auf die Geldpolitik erwartet werden.













