Der norwegische Öl- und Gasförderer DNO ASA hat am Dienstag Rekordumsätze für das zweite Quartal 2026 gemeldet. Diese wurden maßgeblich durch die starke Produktion aus den Nordsee-Assets getragen, während die Aktivitäten in Kurdistan aufgrund ungelöster Zahlungsstreitigkeiten mit den regionalen Behörden weiterhin ausgesetzt bleiben.
In den am selben Tag veröffentlichten Präsentationsunterlagen zum Q2 2026 betont das Unternehmen, dass die Nordsee-Produktion die ausgefallenen Mengen aus Kurdistan mehr als kompensiert hat. Die Förderaktivitäten in der autonomen Region wurden Ende 2024 aufgrund unbezahlter Rechnungen und regulatorischer Differenzen eingestellt. Konkrete Umsatzzahlen nannte DNO in den Unterlagen nicht, verwies jedoch auf Rekord-Fördermengen im Quartal, die vor allem auf das norwegische Festlandsockel zurückgingen.
Der seit über einem Jahr andauernde Ausfall der kurdischen Produktion – die zuvor einen wesentlichen Teil des DNO-Outputs ausmachte – zwingt das Unternehmen, sich vollständig auf sein Nordsee-Portfolio zu konzentrieren. Analysten weisen darauf hin, dass die Nordsee zwar stabile Cashflows generiert, der Wegfall der kurdischen Erlöse jedoch die Margen belastet und geplante Investitionen in der Region verzögert.
In den Präsentationsunterlagen betonte die DNO-Geschäftsführung, weiterhin an einer Lösung der Zahlungsprobleme in Kurdistan zu arbeiten, nannte jedoch keinen Zeitplan für eine mögliche Wiederaufnahme der Aktivitäten. Gleichzeitig unterstrich das Unternehmen, die Nordsee-Produktion weiter zu optimieren, um die finanzielle Stabilität angesichts volatiler Ölpreise zu sichern.
Die Aktie von DNO bewegte sich nach Veröffentlichung der Unterlagen in Oslo unverändert – die Markt-reaktion auf das operative Update fiel damit verhalten aus.



