Decentralisierte Finanzierungsyield-Strategien waren laut einer Studie von Solstice Finance für den Großteil des Wertminderungsbetrags in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar auf DeFi-Märkten im April verantwortlich. Die Verluste stammten nicht von externen Angriffen oder Exploits, sondern von Strategien, die unter normalen Bedingungen profitabel wirkten, aber unter Belastung fehlschlagen.
David Plisek, Leiter der Forschung bei Solstice Finance, argumentiert, dass die Headline-Renditezahlen häufig die tatsächliche Nachhaltigkeit der Erträge verbergen. In einer Überprüfung der Marktturbulenzen im April betont Plisek, dass Allokatoren vier kritische Faktoren sorgfältig prüfen sollten, bevor sie Kapital in DeFi-Rendite-Strategien investieren. Dazu gehören die unterliegenden Sicherheiten, die Liquiditätstiefe der unterstützenden Protokolle, das Konzentrationsrisiko durch Strategien und die Abstimmung von Incentives zwischen Protokoll-Governance und Liquiditätsanbietern.
Die Analyse zeigt, dass viele Strategien auf nicht nachhaltigen Mechanismen gestützt waren, wie zum Beispiel überhitzte Liquiditätsmining-Prämien oder unbegrenzte Rendite-erzeugende Programme. Wenn sich die Marktbedingungen änderten, stürzten diese Strukturen zusammen, wodurch Rückzüge und Liquidierungen in Kettenreaktionen stattfanden. Die Episode unterstreicht die strukturelle Brüchigkeit bestimmter Renditen-generierender Modelle in DeFi, insbesondere solcher, die auf einen kontinuierlichen Anstrom von neuem Kapital anstatt auf organische Erträge angewiesen sind.
Pliseks Framework legt den Schwerpunkt auf Transparenz und Stresstests als wesentliche Werkzeuge zur Bewertung von DeFi-Renditechancen. Die Ergebnisse kommen gerade zur richtigen Zeit, da institutionelle Allokatoren immer mehr nach DeFi suchen, um Renditen zu erzielen, obwohl noch immer Bedenken hinsichtlich der Risikosteuerung und der regulatorischen Klarheit vorhanden sind.



