Der Dax lag am Donnerstag auf einem unterdurchschnittlichen Absturzkurs und der X-Dax deutete eine Abwärtskorrektur um 0,1 Prozent auf 26 093 Punkte eine Stunde vor Handelsbeginn an. Der Euro Stoxx 50 sollte um 0,2 Prozent fallen, was eine vorsichtige Stimmung in den europäischen Aktien widerspiegelt, nachdem die globalen Technologieaktien über Nacht eingebrochen waren.
Die Aktien von Halbleiterunternehmen führten den Rückgang in Asien an, nachdem die Preise am Vortag in den USA gefallen waren. Infineon und Aixtron waren unter den deutschen Namen, die am stärksten betroffen waren, und beide Aktien standen unter Preisdruck vor Handelsbeginn. Der südkoreanische Kospi, der einst einen Bärendruck ausgelöst hatte, hat sich seit Mitte Juni mehr als halbiert, nachdem er zwischen Jahresbeginn und dem vorläufigen Hoch im Juni mehr als verdoppelt hatte. Die jüngste Erholung des Indizes steht nun erneut unter Druck, da die Verluste zunehmen.
Technologie-intensive Benchmark-Indexe wie der Kospi, Japans Nikkei 225 und der US-amerikanische Nasdaq 100 haben in den vergangenen Monaten neue Rekordwerte erreicht, während der Dax erst in der vorigen Woche nahe 26.500 Punkten seinen eigenen Höchststand erreicht hat und sich seitdem festigt. Steigende Zinsangebote für Staatsanleihen und geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben die Risikobereitschaft eingeschränkt, so Marktstratege Stephen Innes. Technologietitel sind besonders anfällig für steigende Kreditkosten, da sie häufig auf hohe Schuldenfinanzierungen für Wachstum angewiesen sind.
Der Analyst Frank Sohlleder von ActivTrades sagte, dass das psychologische Unterstützungsniveau bei rund 26.000 Punkten für den Dax erneut im Blickpunkt steht. Der Index hatte das Niveau Anfang dieser Woche kurzzeitig überwunden, bevor er sich stabilisierte.
In den Unternehmensnachrichten fiel Heidelberg Druckmaschinen trotz eines deutlichen Rückgangs der Umsätze und des operativen Gewinns im ersten Quartal sowie eines höheren Nettoverlusts im Vergleich zum Vorjahr auf die ursprüngliche Guidance zurück. Die Aktien gingen im Vorabendhandel zurück.
Die Aktie von Redcare Pharmacy stieg nach dem Bericht des Wettbewerbers DocMorris über ein starkes Wachstum bei der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und digitalen Diensten im ersten Halbjahr sowie über einen geringeren Nettogewinn. Der Schweizer Konzern erhöhte seine Jahresumsatz- und adjustierte EBITDA-Prognose, und der Stimmung im Sektor wurde damit geholfen.













