Der DAX schloss am Montag um 0,11 % tiefer bei 26.106,60 Punkten und blieb trotz einer schwächeren Sitzung über der Marke von 26.000 Punkten. Der Index liegt weiterhin 1,7 % unter dem Allzeithoch vom 8. März bei 26.574,06 Punkten, worauf Händler einen schweren Katalysatorwoche auswiesen, die den Erholungsweg stören könnte.
Der US-Finanzminister Scott Bessent plant am Montag die Einführung neuer Sanktionen gegen den Iran, die sich auf den Hormuschluss im Rahmen der Sorgen über Unterbrechungen der weltweiten Ölversorgung beziehen. Diese Maßnahme erfolgt in Reaktion auf eskalierende Spannungen in der Region und könnte die Wertentwicklung von Energieaktien sowie das allgemeine Risikoniveau beeinflussen.
Die Aktien von Halbleiterunternehmen standen unter Druck, nachdem asiatische und US-amerikanische Technikanleihen schwächelten. Infineon und Süss MicroTec fielen jeweils um 3,2% und 6,0%, während Siemens Energy um 3,0% abfiel. Trotz ihrer Exponenz auf die Nachfrage nach Rechenzentren durch KI wurden diese Namen mit der allgemeinen schwachen Nachfrage nach Halbleitern verkauft. Auch Volkswagen fiel um 1,6%, da CEO Oliver Blume davor gewarnt hatte, tiefgreifende Restrukturierungsmaßnahmen in Anbetracht der anhaltenden Abschwächung im globalen Automobilsektor einzuleiten, und mehrere Treffen auf Ebene der Werke in ganz Deutschland geplant waren.
Der MDax der mittleren Kapitalisierungssummenindex verringerte sich um 0,25 % auf 32.031,55 Punkte, während der Euro Stoxx 50 um 0,22 % auf 6.447,98 Punkte fiel. Außerhalb der Euro-Zone schloss der Schweizer SMI leicht unter dem Vormonat und der FTSE 100 in London kletterte um kurzgefasst. In New York stieg der Dow Jones Industrial Average zum europäischen Schließzeitpunkt leicht, der techniklastige Nasdaq 100 verlor jedoch deutlich.
Der Fokus der Anleger intensiviert sich, bevor Nvidia am Mittwoch, nachdem die US-Märkte geschlossen haben, seine Quartalsergebnisse veröffentlicht. Analysten betonen den Bericht als eine grundlegende Lektüre zu Ausgaben für KI-Infrastruktur und Trends im Rechenzentrumsmarkt. CMC Markets-Strateg Andreas Lipkow bemerkte: "Die grösste Unbekannte in dieser Woche sind ganz klar Nvidias Quartalszahlen und Prognosen, die wichtige Signale zur zukünftigen Entwicklung der investierten Mittel für KI liefern werden."
Auch die Rede von Bundesreservenhauptmann Kevin Warsh beim Jackson Hole Economic Symposium am Freitag könnte die Zinsvorstellungen beeinflussen. Die für Mittwoch erwarteten Daten zu den Verbraucherpreisen in den USA werden zudem die Marktpreisgestaltung für eine mögliche Entschärfung der US-Notenbank Ende des Jahres beeinflussen.
Unter Corporate-Nachrichten sorgte die Ernennung von Jonathan Pratt zum CEO der Qiagen AG ab September 2026 zunächst für einen Preisanstieg, der aber anschließend auf 3,1 % zurückging. Das Diagnostikunternehmen bestätigte auch seinen Ausblick. Zur gleichen Zeit setzte OHB, ein kleines Raumfahrt- und Raumfahrtunternehmen, seinen Rückgang fort und sank im SDax um 8,9 %. Dies ist eine Fortsetzung der Korrektur, die das allgemeine Abschwächeln von Aktien im Raumfahrtbereich nach dem stark erwarteten und jedoch volatilen Marktdebüt von SpaceX im Mai folgte.












