Der DAX beruhigte sich am Mittwoch nach den frühen Verlusten und lag gegen Mittag um 0,1 % höher bei 26 149 Punkten, nachdem er am Anfang der Sitzung kurz die Marke von 26 000 getestet hatte.
Der bescheidene Ausbruchsversuch des Index kam auch durch das Ausgleichen von Anlegern zwischen Besorgnissen über steigende langfristige Anleiherenditen und geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zustande. Der MDAX der Mittelkapitalgesellschaften stieg um 0,4 Prozent auf 31.951 Punkte, während der Euro Stoxx 50 ebenfalls stieg. US-Futures deuteten auf einen höheren Eröffnungshandel hin.
Halbleitershare zählten zur Erholung nach dem starken Rückschlag am Montag, da der Bereich auf die Finanzierungskosten in einem Umfeld mit höheren Renditen auf lange Laufzeiten reagiert. LBBW verwies auf wachsende Befürchtungen, ob geplante Investitionsprogramme für künstliche Intelligenz in einem Umfeld mit höheren Zinssätzen noch finanzierbar seien. Die Korrektur im Technologiebereich breitete sich auf den asiatischen Markt aus, von Infineon konnte jedoch ein Rückgang von 0,7% realisiert werden.
Unternehmen gaben Unterstützung, darunter SK Hynix, das einen großen Anteilskäufersetz bestätigt, und Google und Marvell Technology, die einen Halbleiterdeal bekannt gegeben haben, der dazu beitrug, die Stimmung zu stabilisieren. Im Bereich Gesundheitswesen gaben Merck & Co und Moderna Fortschritte bei einem mRNA-Krebsvaccin bekannt, was zu einem starken Anstieg der Vorbörsennote von Moderna führte.
Unter den kleineren Cap-Mächten erhielt Heidelberger Druck trotz einer schwachen ersten Quartalsleistung seine gesamte Jahresprognose bestätigt, wobei seine Aktien kurzzeitig fielen, bevor sie ihre Verluste auf unter 1% reduzierten. Die Aktie von Redcare Pharmacy stieg leicht an, nachdem DocMorris einen gesenkten Verlust für das erste Halbjahr bekanntgab und die Umsatz- und Ergebnisprognose erhöhte, auch wenn der Anstieg begrenzt blieb.
Die Aktien der Rüstungskonzern übertrafen die Erwartungen in Anbetracht der Übernahmegerüchte. Renk stieg um 2%, nachdem der JPMorgan-Analyst David Perry potenzielles Kaufinteresse hervorhebt, selbst ohne ein konkretes Angebot. Vincorion, ein Lieferant von Renk, sprang um 6% auf derselben Optimismuswelle. Rheinmetall hingegen verlor im DAX fast 2% mit keiner unmittelbaren M&A-Prämie.







