Corporación América Airports hat für das zweite Quartal 2026 gemischte Finanzkennzahlen vorgelegt: Der Umsatz lag über den Erwartungen, doch der bereinigte Gewinn pro Aktie verfehlte die Prognosen deutlich – getrieben von steigenden Kosten und schwächerem Inlandsverkehr in Argentinien.
Der bereinigte Gewinn pro Aktie belief sich auf 0,32 US-Dollar und lag damit 35,48 % oder 0,176 US-Dollar unter den Analystenschätzungen von 0,496 US-Dollar. Der Umsatz erreichte 534 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Prognosen von 497,4 Millionen US-Dollar um 7,36 %. Im Jahresvergleich stieg er – ohne IFRIC-12-Anpassungen – um 8 %. Das bereinigte EBITDA (ohne IFRIC 12) sank im Jahresvergleich um 4,5 % auf 160 Millionen US-Dollar, was auf höhere Aufwendungen und operative Herausforderungen zurückzuführen ist.
Die Aktie des Flughafenbetreibers gab im vorbörslichen Handel um 5,56 % nach und notierte bei 22,675 US-Dollar, nachdem sie am Vortag bei 24,01 US-Dollar geschlossen hatte. Die 52-Wochen-Spanne der Aktie liegt zwischen 17,36 US-Dollar und 30,5 US-Dollar.
Das Passagieraufkommen blieb mit rund 21 Millionen Passagieren im Jahresvergleich weitgehend stabil. Während der internationale Verkehr um 5,9 % zulegte, sank der Inlandsverkehr um etwa 8 %. Letzterer wurde vor allem durch reduzierte Sitzplatzkapazitäten in Argentinien belastet, wo Flybondi seine Aktivitäten zurückfuhr und steigende Treibstoffpreise die Kosten erhöhten. Die kommerziellen Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 13 %, bzw. um 26 % ohne das Frachtgeschäft in Argentinien.
Die regionale Performance fiel sehr unterschiedlich aus: In Armenien stieg das Passagieraufkommen um 13 % – trotz regionaler Luftraumrestriktionen und Ausfällen – und profitierte vom Ausbau durch Wizz Air am Flughafen Zvartnots. In Italien nahm der Verkehr um 5 % zu, wobei über 80 % der Passagiere international waren. Brasilien verzeichnete ein Plus von 4 %, während Uruguay und Ecuador jeweils moderate Zuwächse von 2 % verbuchten.
Die Finanzlage des Unternehmens verbesserte sich: Die Nettoverschuldung sank von 502 Millionen US-Dollar zum Jahresende 2025 auf 381 Millionen US-Dollar. Die Gesamtliquidität stieg um 20 % auf 861 Millionen US-Dollar, und die Nettoverschuldungsquote verbesserte sich auf 0,5x. Die Gesamtverschuldung belief sich zum Quartalsende auf 1,1 Milliarden US-Dollar.
Der Verwaltungsrat genehmigte eine Bardividende von 150 Millionen US-Dollar für 2026, was etwa 0,91 US-Dollar pro Aktie entspricht. Die Unternehmensführung betonte die Widerstandsfähigkeit des Portfolios und verwies darauf, dass vier der sechs operativen Segmente ein zweistelliges EBITDA-Wachstum verzeichneten – trotz der Herausforderungen in Argentinien und einmaligen Kosten in Uruguay.
CEO Martín Eurnekian hob die Diversifizierung und Liquidität des Unternehmens als zentrale Stärken hervor und betonte, dass das Geschäft trotz der Schwierigkeiten stabil bleibe. CFO Jorge Arruda verwies auf Wachstumsinitiativen wie eine neue VIP-Lounge und den Ausbau des Duty-Free-Bereichs in Montevideo als positive Aussichten für die kommerziellen Erlöse.











