ConocoPhillips-Aktien gewannen am Montag im Vorhandel um 1,5% auf 132,33 Dollar und outperteerten damit den schwächeren gesamten Markt, bei dem der S&P 500, der Dow Jones und der Nasdaq jeweils um 0,3% fielen.
Die Preisvorlaufbewegung folgte auf einen Anstieg der Ölpreise um mehr als 3 %, der von sich steigenden Spannungen im Nahen Osten ausgelöst wurde, nachdem US-Kräfte am Sonntag zwei Raketenabfangsysteme auf dem iranischen Larak-Insel zerstritten hatten. Die iranischen staatlichen Medien berichteten am Montag von Vergeltungsangriffen auf zwei US-Luftbasen in Jordanien, was die Sorgen über mögliche Störungen der Rohölangebote durch den Hormuskanal weiter erhöhte.
Zu den geopolitischen Entwicklungen in Venezuela hat auch der ansteigende Druck auf die Ölmärkte beigetragen. Am Wochenende errang das US-Militär den venezulanischen Präsidenten Nicolás Maduro und Präsident Trump erklärte die amerikanische Kontrolle über Venezuelas Ölexporte. Diese Massnahmen folgten auf Jahre von Rechtsstreiten zwischen Energieunternehmen und Venezuela, deren Aktiva 2007 verstaatlicht wurden.
ConocoPhillips verfolgt etwa 12 Milliarden Dollar an ausstehenden Schiedsurteilen, die mit der Verstaatlichung seines venezolanischen Vermögens in Verbindung stehen. Das Strategische Kapitaleinheit des Pentagons kündigte Pläne an, über Penny-Warrants einen passiven Anteil von 35 % an einem venezolanischen Ölunternehmen zu erwerben und bevorzugte Rechte auf 20 % der zukünftigen Produktion zu erhalten. Andere Energieunternehmen mit expositz in Venezuela sind unter anderem Chevron und ExxonMobil.
Analysten nannten auch einen Führungsübergang bei ConocoPhillips als unterstützenden Faktor. Der CFO Andy O'Brien wird am Dienstag den langjährigen CEO Ryan Lance ersetzen. Raymond James hob kürzlich das Kursziel für ConocoPhillips auf 168 US-Dollar an, was auf das Vertrauen in die operative und strategische Positionierung des Unternehmens in turbulenten Energiemärkten zurückzuführen ist.













