Das in Hongkong ansässige Konglomerat CK Hutchison hat Klage auf Schadensersatz in Höhe von über 1,5 Milliarden USD eingereicht, nachdem der oberste Gerichtshof Panamas die Hafenkonzessionen des Unternehmens in einem Rechtsstreit über die Terminals Balboa und Cristobal am Panamakanal widerrufen hat.
Die Klage folgt einer Reihe gesetzlicher und regulatorischer Maßnahmen Panamas, darunter ein im Februar erlassener Beschluss des Präsidenten José Raúl Mulinos zur vorübergehenden Besetzung der Terminals. CK Hutchisons örtliche Tochtergesellschaft, die Panama Ports Company, führte Anfang dieses Jahres rechtliche Schritte ein und argumentierte, dass die Maßnahmen ein Investitionsschutzabkommen verletzten.
Der Konflikt eskalierte, nachdem der oberste Gerichtshof von Panama im Jahr 2026 gegen die Koncession von CK Hutchison entschieden hatte, unter Berufung auf Verstößen gegen lokale Vorschriften. Das Unternehmen hatte bereits im März 2025 Pläne bekanntgegeben, 43 globale Terminals, darunter die in Panama, für über 19 Milliarden US-Dollar an Bares an ein von BlackRock unterstütztes Konsortium zu verkaufen. Die Transaktion steht noch aus, da der Rechtsstreit anhängig ist.
CK Hutchison meldete einen Impact von HK$496 Millionen für seine Häfendivision aufgrund der Ausfälle in Panama, obwohl das Konzern im ersten Halbjahr einen unterliegenden Gewinnwachstum von 6,7% und eine Steigerung des unterliegenden EBITDA um 4% verzeichnete. Die betreffenden Terminals sind wichtige Knotenpunkte im globalen Schifffahrtsektor und transportieren große Mengen an Containtrafik.
China Cosco Shipping, A.P. Moller-Maersk und MSC zählen zu den Reedereien, die von dem Streit betroffen sind. Peking hat Panama öffentlich vor den Konsequenzen gewarnt, die die Aufhebung der Konzession nach sich ziehen würde, und damit potenzielle geopolitische Folgewirkungen angedeutet.












