Citigroup wiederholt seine Aufforderung an Anleger, ihre Exposition gegenüber US-Aktien zu erhöhen, insbesondere unter Berücksichtigung der Marktschwäche vor den Mittelnwahlen im November. In einer am Freitag veröffentlichten Studie behielt die Bank ihre überdurchschnittliche Bewertung für Aktien bei und nannte das anhaltende positive Momentum als Grund trotz der jüngsten Zurückhaltung.
Citi argumentierte, dass ein Rückgang des Aktienmarktes immer noch unwahrscheinlich sei und verwies dabei auf drei Hauptfaktoren: ein nicht überstöltes Investorenstimmungsbild, verbesserte Liquiditätsbedingungen nach verminderten Erwartungen hinsichtlich Zinsschritten durch die Fed sowie das Fehlen signifanter Warnindikatoren. Die Bank wies auch darauf hin, dass sowohl die US-amerikanische als auch die globale Gewinnprognosen insgesamt erhöht wurden, was ihre konstruktive Einschätzung bestätigt.
Die Bank betonte, dass sich die Liquitätssorgen nach den Maßnahmen der US-Finanzbehörde zur Stabilisierung des langfristigen Renditkurves beruhigt haben. Citi betonte, dass eine reduzierte Volatilität im Festverzinsungsbereich – nicht die absoluten Renditeln – einen direkteren Einfluss auf die Aktienmärkte hat. Anfang dieses Monats reduzierte die Bank ihre übergewichteten Position in den aufstrebenden Märkten Asiens mit Verweis auf Unsicherheiten rund um das Thema Künstliche Intelligenz, während sie weiterhin risikominimalisierte und in den USA relative Gewinne erzielte.
Die Analysten verwiesen auch auf den SOX-Halbleiterspanier, der darauf hinweist, dass auch wenn die jüngste Rally nur eine Börsenrückwärtsbewegung darstellt, die Sektorrotation das Abwärtsrisiko begrenzen würde. Citi verband die jüngste Vorsicht der Märkte weniger mit Zinssorgen als mit "KI-Unverträglichkeit" und deutete an, dass der Rückzug, falls er doch stattfindet, eine Kaufmöglichkeit darstellen könnte.
Die Bank kam zu dem Schluss, dass Rückgänge vor den halbjährlichen Wahlen zwar normal sind, historische Trends jedoch eine starke Jahresabschlusperformance zeigen, was ihre Empfehlung bekräftigt, bei jedem Rückgang das Risiko zu erhöhen.












