Die zukünftigen Bemerkungen von Fed-Beamten Kevin Warsh im Rahmen des wirtschaftlichen Symposiums in Jackson Hole werden die jüngste Tendenz der Dollarverkäufe unwahrscheinlich bremsen, so die Anleihe-Strategen von Citi.
Citi erwartet nicht, dass Warshs Rede – die für später diese Woche geplant ist – die aktuellen Marktdynamiken umkehren wird, selbst wenn er einen eisernen Ton annimmt. Die strategen der Bank stellten fest, dass ein Zinsschritt am äusseren Ende des politischen Spektrums "den jüngsten Anstieg der Termpremiens kaum rückgängig machen würde", der bereits eine hawkische Premium von 10 Basispunkten für September eingepreist hat.
Die jüngsten Wirtschaftsdaten sind "in den letzten Monaten generell weniger robust" ausgefallen, was die Wahrscheinlichkeit einer Inflationsüberraschung verringert, die einen aggressiveren Kurs der Fed rechtfertigen könnte. Citi hat seine Währungsprognose angepasst und vor dem Symposium von neutral auf bearish für den US-Dollar umgestellt.
Warsh, der im Federal Open Market Committee sitzt, hat angedeutet, dass seine Vortrag zur Jackson Hole Konferenz einen von zwei Ansätzen umfassen könnte: Entweder eine traditionelle Vorbereitung auf kommende politische Zusammenkünfte oder eine breitere Diskussion über strukturelle Probleme, vor denen die Geldpolitik steht. Die Strategen von Citigroup erwarten nicht, dass es eine hawkische Überraschung geben wird, die die ABK-Rallye ausreichend verändert.
Das Realzinsmodell der Bank zielt auf den EUR/USD-Kurs bei 1,18 ab, der unter Berücksichtigung der Erwartungen zu einem stabilen Zinsniveau der Fed und einer letzten Zinssteigerung der Europäischen Zentralbank hinreichend konsistent ist. Das Modell geht ausserdem von einer graduellen Normalisierung der Ölpreise und dem Potenzial für eine Politiküberschiessung aus.
Von der Arbeitsgruppe des Fed-Bilanzkonfigurators sind voraussichtlich Vorschau-Aussagen zu künstlicher Intelligenz und Produktivität zu erwarten, ein Thema, das laut Citi "in die Richtung der warmen/desinflationsfreundlichen Seite hin neigen sollte", insbesondere wenn es mit den Bemerkungen des Finanzministers Steven Mnuchin koordiniert wird.












