Nach Ansicht von Citi stehen die europäischen Aktienmärkte für weitere Kursgewinne bereit, da fiskaler Stimulus und niedrigere Energiepreise die anhaltenden geopolitischen Risiken auswetzen. Der Euro Stoxx 50 ist in den letzten drei Monaten um 8% gestiegen und hat damit die 5%ige Kurssteigerung des S&P 500 in demselben Zeitraum übertroffen.
Die Citi-Strategen prognostizieren für die europäischen Aktien einen Aufwärtspotenzial von etwa 8 % bis Mitte 2027. Die fiskalische Politik wird vermutlich rund 30 Basispunkte zum BIP-Wachstum der Eurozone im Jahr 2026 beitragen. Dies folgt nach einem negativen Wachstumseffekt im Jahr 2025. Der Haushaltsdefizit Deutschlands wird sich von 2,7 % des BIP im Jahr 2025 auf rund 4,0 % im Jahr 2026 erweitern, was eine vermehrte staatliche Ausgabenquote widerspiegelt.
Der von der Europäischen Union vorgeschlagene siebenjahresbegleitende Haushalt in Höhe von 2 Billionen USD ist in der Endphase. Er bietet der Wirtschaftsperspektive der Region weitere Unterstützung. Die Citi-Ökonomen bemerken, dass die wirtschaftlichen Überraschungsdaten für Europa in den letzten Monaten erheblich verbessert haben und damit den Trend der konstanten Unterdurchperformance nach dem US-Iran-Konflikt umkehren.
Trotz des positiven Trends hält Citi an einer neutralen Haltung zu der Region fest. Die Analysten heben hervor, dass Europas eingeschränkte Aus 노sstellung gegenüber dem volatilen AI-Handel es als Diversifizierer in globalen Portfolien positionieren kön nen könnte, insbesondere wenn das sentiment über künstliche Intelligenz schwankt. Die Performance des Euro Stoxx 50 profitierte von breiteren Gewinnrevisionen, wobei die meisten europäischen Teilbereiche einen netto positiven Anpassungen der Gewinne je Aktie verzeichneten.
Die geopolitischen Risiken bleiben ein Sorgenpunkt; höhere Ölpreise und Zinssätze stellen potenzielle Widerstände dar. Doch die Haltung der Anleger hat sich konstruktiver entwickelt und widerspiegelt besorgten Optimismus. Zu den wichtigsten Aktien, die von Citi genannt werden, gehören Adyen, LVMH, Novo Nordisk, Diageo und die London Stock Exchange Group, was die Breite des Aufmarsches über verschiedene Sektoren verdeutlicht.












