Die Aktien von Cellnex Telecom und INWIT stiegen am Montag um mehr als 1% nach oben, nachdem Barclays beide europäischen Turmkomponenten auf 'Überwachung' hochgestuft hatte, da die Bank eine übermäßige Markt-Pessimismus hinsichtlich der Vertragsverlängerungsrisiken sah.
Die Bank setzte ein Preisziel für Cellnex auf €38, nach oben von ihrem vorherigen Schätzwert, und ein Ziel für INWIT auf €8,60, nach einer erneuten Bewertung der Unternehmenswerte und der Cash-Flow-Prospekte. Beide Aktien reagierten positiv auf die Upgrade, indem sie ihre Gewinne aus den früheren Handelsphasen ausbauten.
Barclays wies auf eine Reihe von Faktoren hin, die die jüngste Unterperformance von Cellnex und INWIT beeinflusst haben, darunter ein langsames Wachstum des Mobilfunkinvestments in Europa, Mergers & Acquisitions unter den Telekommunikationsanbietern und erhöhte Sorgen hinsichtlich der Vertragsverlängerungen. Die Analysten bemerkten, dass die aktuellen Aktienpreise ein potenzielles Reduzieren der Vertragsverlängerungsbedingungen um mehr als 25% implizieren, ein Szenario, das Barclays als 'zu hoch' beschrieb.
Die Bank hob spezifische Risiken in Spanien und Italien hervor, wo die Hauptmieter bei Vantage Towers und INWIT drohen, ihre Verpflichtungen zu kündigen oder zu reduzieren. Barclays schätzte einen Worst-Case-Einfluss auf das EBITDAaL von etwa €200 Millionen für Cellnex in Frankreich und Italien kombiniert, mit einem Gesamtwert von etwa €1,5 Milliarden. Dies entspricht etwa 6% des projizierten EBITDAaL, 7% des wiederkehrenden freien Cash-Flows und 9% des freien Cash-Flows vor neuen Turmbauinvestitionen.
Trotz dieser Risiken wies Barclays auf potenzielle Upside-Katalysatoren hin, darunter die Auflösung von Vertragsstreitigkeiten in Spanien und Italien, regulatorische Unterstützung für Spektralverlängerungen in Frankreich und Italien im Austausch gegen erhöhte Investitionen und intensivierte Konkurrenz unter den britischen Mobilfunkanbietern nach dem Vodafone-Three-Merger. Die Bank wies auch darauf hin, dass Cellnex die Rückerstattungen an die Aktionäre beschleunigen könnte, indem sie jährliche Verteilungen von €2 Milliarden über Dividenden und Buybacks von 2027 bis 2030 plant, was etwa 40% des aktuellen Marktwertes entspricht.
Beide Unternehmen werden für das Jahr 2027 auf einen EV/EBITDAaL-Multiplikator von 13,7x für Cellnex und 11,6x für INWIT geschätzt, mit wiederkehrenden, mit Schulden belasteten Cash-Flow-Renditen von etwa 11% für jedes Unternehmen. INWITs Rendite wurde speziell auf etwa 10% festgelegt. Barclays' Upgrade spiegelt die Ansicht wider, dass der Markt die mit den Vertragsverlängerungen verbundenen Risiken überhöht hat, was Raum für eine Wertsteigerung bietet.












