Die Analysten von Citi prognostizieren, dass das Euro-JPY-Paar im ersten Halbjahr 2027 unter 175 Yen pro Euro geraten wird, obwohl ein moderater Anstieg auf etwa 183 Yen pro Euro in Kürze möglich ist. Die Basisszenario-Prognose der Bank für Dezember setzt den EUR/JPY-Kurs auf rund 181 Yen.
Die Aussichten werden vom Anstieg der realen Zinssätze in Japan vorangetrieben, den Citi auf eine Verlangsamung der Kurssteigerungen der japanischen Aktien zurückführt. Höhere reale Zinssätze verkleinern den Zinsspread zwischen der Eurozone und Japan und führen zu einer Korrektur des Währungspaares hin zu Ebenen, die vom absoluten Spread bestimmt werden.
Citi weist auch darauf hin, dass eine Richtungsänderung für EUR/JPY mit Bewegungen im USD/JPY-Paar zusammenhängt. Die Bank sieht eine Änderung der Dynamik des USD/JPY als zunehmend wahrscheinlich an, was die abwärtsgewandte Entwicklung des EUR gegenüber dem Yen verstärken würde.
Ein Risikoszenario, auf das Citi aufmerksam macht, umfasst eine kraftige Korrektur der japanischen Aktien. Eine solche Entwicklung könnte weitere Verluste für EUR/JPY zur Folge haben und die in der letzten Zeit im USD/JPY beobachtete Volatilität widerspiegeln.
Insgesamt verbindet Citis mittelfristige Einschätzung eine mögliche kurzfristige Rally mit einer längerfristigen Tendenz zu einem schwächerem Euro im Vergleich zum Yen, angetrieben von der sich entwickelnden Zinsumgebung in Japan.













