Das schwedische Biopharmazieunternehmen Cinclus Pharma gab für das zweite Quartal einen Nettoverlust von 79 Millionen schwedischen Kronen bekannt, der durch erhöhte Ausgaben für Forschung und Entwicklung bedingt wurde, die im Zusammenhang mit der entscheidenden Phase-III-Studie zu Linaprazan Glurate stehen, einem Potenzialblocker der neuen Generation für die Behandlung von schwerer erosiver gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD).
Die Betriebskosten beliefen sich auf 96 Millionen schwedische Kronen, davon waren 89 % für Forschung und Entwicklung vorgesehen, hauptsächlich zur Finanzierung der Studie HEEALING1. Das Unternehmen verfügte zum Quartalende über 388 Millionen schwedische Kronen an Bargeld und Geldäquivalenten, nach einem Quartalsabgang von 88 Millionen schwedischen Kronen. Die zukünftige Liquidität ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen und deckt die restlichen Kosten für HEEALING1 sowie die Vorarbeiten für die zu folgenden HEEALING2-Studie ab.
Cinclus beendete Anfang Juli die Registrierung von 523 Patienten in HEEALING1 in acht europäischen Ländern und übertraf dabei den Zielvorgabe von 501 Teilnehmern. Der letzte Patientengespräch wird voraussichtlich im September bzw. Oktober stattfinden, die Top-Linien-Ergebnisse sind für das vierte Quartal 2026 geplant. Die Studie bewertet die Wirksamkeit von Linaprazanglurat bei der Heilung von schwerer GERD (LA-Grade C und D), einer Patientennachfrage, die in den USA und Europa auf schätzungsweise 10 Millionen Menschen zurückgeht.
CEO Christer Ahlberg beschrieb das Medikament als eine Behandlung, die «stets und kontinuierlich zur acid-kontrolle beiträgt» und sich von anderen protonen-pumpenhemmern und PCABs erster Generation unterscheidet. Die Daten aus der Phase II zeigten eine Verbesserung der Heilungsraten um 55 Prozent gegenüber PPIs nach vier Wochen, während Wettbewerber in ähnlichen Indikationen Heileraten von 83% bis 91,7% angegeben haben. Cinclus strebt in seinem Phase-III-Programm eine Heilerate von 96% an.
Die Geldposition des Unternehmens umfasst 16,3 Millionen SEK an Finanzmehrertrag, insbesondere aus Neubewertungen der strukturierten Finanzierungsvereinbarungen im Rahmen der Claret-Fazilität. Eine Anzahlung in Höhe von 30 Millionen EUR von Seiten des Partners Zentiva in Q2 2025 wird über die Phase-III-Studien abgeschrieben. Der CFO erklärte, dass die zusätzliche Patientenbefragtung aus ethischen Gründen abgeschlossen wurde und keinen wesentlichen Einfluss auf das statistische Signal der Studie haben sollte.
Die Aktien von Cinclus Pharma bewegen sich nahe dem unteren Ende ihres 52-Wochen-Kursdiagramms und liegen aktuell 40 % unter dem Jahresstart mit einer Marktkapitalisierung von rund 56,25 Millionen $. Die Analysten sprechen sich mit einem Konsens von "Strong Buy" aus, obwohl die Preisziele stark variieren – von 2,62 $ bis 7,34 $.










