Das US-Finanzministerium kündigte an, die Größe einiger Debt-Buyback-Operationen auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar pro Sitzung zu verdoppeln. Die Aktionen starten im September und befassen sich mit 10- bis 30-jährigen Treasurys. Ziel ist es, die Liquidität auf den Märkten für lang laufende Schuldtitel bei höheren Renditen und starker Nachfrage von Investoren zu erhöhen.
Die Transaktionen beginnen am 9. September und dauern bis zum 4. November. Sie finden im Zuge des quartalsbasierten Refundierungsfensters statt, das Rückkäufe in Höhe von bis zu 69 Milliarden USD über alle Laufzeiten hinweg ermöglicht. Mit zusätzlicher Liquiditätsunterstützung aus geplanten Rückkäufen könnte die Gesamtmenge der Rückkäufe bis Anfang November auf 83 Milliarden USD steigen. Der nächste Rückkauf von 20- und 30-jährigen Anleihen durch das Finanzministerium ist für den 24. September geplant, gefolgt von einem 10- bis 20-jährigen Rückkauf am 10. September.
Die Ankündigung erfolgt nach starkem Anstieg der US-Vergabezinsen. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe ging am Dienstag auf ein 19-jähriges Hoch von 5,34 % und sank am Mittwochmittag auf 5,203 %. Die Rendite der 10-jährigen Note sank um etwa 6 Basispunkte auf 4,66 %. Der Gesamtverpflichtungsstand der öffentlichen Verschuldung lag am Montag bei ungefähr 40 Billionen US-Dollar, darunter Staatsanleihen in Höhe von 32,2 Billionen US-Dollar und ausstehende 20- und 30-jährige Anleihen in Höhe von 5,5 Billionen US-Dollar.
Während der am Dienstag durchgeführten Operation offeringten die Marktteilnehmer für die Rückkauf von Wertpapieren fast 20 Milliarden Dollar an, wozu je 1 Milliarde Dollar für Anleihen in den Lieferlaufjahren 2048 und 2051 gezählt wurden. Der Finanzminister argumentierte mit einer gleichmäßigen sehr starken Nachfrage in den längerlaufenden Sektoren als Begründung für die erweiterten Rückkaufmengen.
Die Analysten beachten den Zeitpunkt und die Größe der Maßnahme. Rene Albrecht von der DZ Bank verdeutlichte seine Besorgnis über die steigenden langfristigen Zinsen und deren fiskalischen Auswirkungen vor den US-Präsidentschaftswahlen. Thomas Simons von Jefferies beschrieb die Ankündigung als einen bedeutenden Wandel und warf der US-Finanzministerin ihre Glaubwürdigkeit vor, angesichts früherer Leitlinien.










