Die Aktien im US-amerikanischen Telekommunikationssektor zeigen nach einer volatilen Phase Anzeichen der Stabilisierung, und Bernstein ermittelte AT&T als den führenden Sektorpick aufgrund der Fiber-Expansion und der Strategie durchgebundener Dienste.
Nach Angaben von Bernstein hatten die US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmen im zweiten Quartal 2026 netto rund 250.000 weitere Postpaid-Telefonabonnenten hinzu gewonnen, im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Diese Verbesserung ist das Ergebnis der hohen Abwanderungsraten in 2025, die mit dem Ablauf von 36-monatigen Geräteverträgen zusammenhingen. Zu den Faktoren, die zu dieser Entwicklung beitrugen, zählen stabile Subventionen, reduzierte Geräteswaps, keine Preissteigerungen und die zunehmende Einführung von Breitbandpaketen.
Die Durchschnitts-Erlöse pro Account entwickelten sich weiterhin uneinheitlich. T-Mobile verzeichnete einen Plus von 3,7 % im Jahr gegenüber dem Vormonat, während AT&T einen Anstieg von 2,2 % erzielte. Verizon hingegen notierte einen Rückgang, der auf rückgängige Preiserhöhungen zurückzuführen ist, die zur Steigerung der Nutzerzahl dienen sollten. Die Ergebnisse für Breitband verbesserten sich insgesamt, obwohl die Zunahme des Festnetz-Mobilzugangs zurückging, da die Anbieter ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf Fiberausbaubeiträge richten.
Bernstein bewertete AT&T aufgrund ihrer geringen Ausnutzung von Fixed Wireless Access positiv, da diese sie vor Satellitenkonkurrenten schützt. Das Fibergeschäft fungiert als nachhaltiger Wachstumstreiber, während gebundene Fiber- und Mobilitätsofferten die Akquisition von Telekommunikationskunden unterstützen. In den Ergebnissen des zweiten Quartals meldete AT&T bereinigte Erträge von 0,65 US-Dollar pro Aktie, was die Erwartungen übertreffen. Das Unternehmen erhielt von Wolfe Research eine Upgrade auf Outperform. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Nutzung der Quantencomputer-Technologie von D-Wave erweitert.
Verizon erhielt ein konstruktives kurzfristiges Ausblick von Bernstein, der auf effektive Kostenreduktionen verweist, die volumenbasierte Strategien ermöglichen, ohne Margeneinbußen. Das, wie bereinigte EPS von 1,30 US-Dollar pro Aktie im zweiten Quartal die Schätzungen überstieg, und man erhöhte die outlook für Serviceumsätze und den freien Cashflow bis 2026. Nach den Ergebnissen erhöhten Scotiabank und Bernstein SocGen ihre Kursziele für Verizon.
Der Aufschwung des Sektors spiegelt breitere Trends wider, darunter die rückläufige Kundenabwanderung und eine divergente ARPA-Leistung, da die Mobilfunkanbieter sich an veränderte Verbraucherpräferenzen und Wettbewerbsdruck anpassen müssen.









