MiniMax, ein chinesisches Künstliche Intelligenz-Startup, verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 ein um 283,1% höheres Jahresumsatz von insgesamt 116,6 Millionen US-Dollar. Der Zuwachs wurde vor allem durch eine 703,1%ige Steigerung des Umsatzes aus seiner Open-Plattform und anderen AI-basierten Unternehmensdiensten getrieben, die 63,4% des gesamten Umsatzes im Betrachtungszeitraum ausmachten, gegen 30,3% im Vorjahr.
Der Umsatz aus AI-nativen Produkten stieg um 100,9 % auf 42,6 Millionen US-Dollar, was auf die allgemein höhere Nachfrage nach kostengünstigen Open-Source-KI-Modellen chinesischer Anbieter zurückzuführen ist. MiniMax, das Anfang dieses Jahres in Hongkong an die Börse ging und zu den sogenannten "KI-Tigern" gehört, positionierte sich als eine kostengünstigere Alternative zu proprietären US-Systemen und zielte auf skalierbare Bereitstellung durch eine verbesserte Leistungs-Kosten-Effizienz.
Trotz des Umsatzanstiegs blieb MiniMax noch verlustreich, obwohl der ihnen zuzurechnende Verlust von 358 Millionen US-Dollar auf 402,2 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum verringert wurde. Das Unternehmen zog bei seiner ersten Börsennotierung 4,82 Milliarden Hongkong-Dollar (614,86 Millionen US-Dollar) ein, wobei die Aktien am ersten Handelstag fast verdoppelt wurden. Im vergangenen Monat schloss MiniMax eine zusätzliche Kapitalerhöhung ab, indem es 16,04 Milliarden Hongkong-Dollar durch den Verkauf von Aktien und die Ausstellung von Anleihen sicherstellte.
Die Mittelbeschaffung unterstreicht das Vertrauen der Investoren in Chinas KI-Branche, in der Unternehmen wie MiniMax und DeepSeek durch die Bereitstellung kosteneffizienterer Alternativen zu in den USA entwickelten Systemen konkurrieren. Die Strategie von MiniMax konzentriert sich auf die Entwicklung hochleistungsfähiger KI, die in der Lage ist, komplexe reale Aufgaben zu bearbeiten, bevor die Effizienz für eine breitere, erschwinglichere Einführung optimiert wird.












