Der Kanadische Dollar erreichte am Donnerstag ein Einwöchtrückkehrhoch, unterstützt durch Signale der Bank of Canada, die darauf hinweisen, dass die Inflationsrisiken zunehmen, obwohl die Zentralbank bei der siebten Sitzung in Folge den Leitzins unverändert liess.
Der Loonie war mittags nach New Yorker Zeit um 0,20 % auf 1,3817 CAD pro US-Dollar gestiegen, wie aus Daten von Investing.com hervorgeht. Zu Beginn der Sitzung hatte er zwischen 1,3813 und 1,3848 CAD gehandelt. Am Mittwoch hatte die Währung bereits 0,4 % zugelegt nach der Beschlussfassung der Bank of Canada.
Die Bank of Canada hielt ihren Über Nacht-Zinssatz bei 2,25% unverändert, einem Niveau, das seit Januar konstant bleibt. Gouverneur Tiff Macklem hob die wachsenden Aufwärtsrisiken für die Inflation hervor und verwies auf die erhöhten Energiepreise sowie die potenzielle Wirkung von US-Zöllen auf die makroökonomische Entwicklung Kanadas. Der Kurs der Zentralbank stärkte die Erwartungen, dass die Kreditkosten in Zukunft steigen könnten, was dem kanadischen Dollar Auftrieb gab.
Höhere Ölpreise, ein wichtiger kanadischer Exportartikel, trugen ebenfalls zur Stärke des Loonis bei. Die Rohölpreise stiegen in den letzten Sitzungen und verstärkten damit die Anziehungskraft der Währung als Asset, das mit Rohstoffen verbunden ist. Die jüngsten Kurssprünge des Loonis folgten einem Rückgang auf 1,3939 Kanadischen Dollar pro US-Dollar am Dienstag, das niedrigste Niveau seit dem 13. August.
Analysten, die sich auf eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage von Reuters stützen, prognostizieren, dass die Loonie in den nächsten drei Monaten leicht an Wert verlieren wird und auf 1,39 US-Dollar je Kanadischer Dollar sinken wird. Sie jedoch erwarten, dass sie in 12 Monaten wieder auf 1,36 Kanadische Dollar aufsteigen wird, und dies unter der Voraussetzung, dass die Handelsstreitigkeiten zwischen Ottawa und Washington sich entspannen. Der kurzfristige Ausblick spiegelt die anhaltende Unsicherheit über den Zinsspread zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten sowie das Potenzial für eine Politikverschiebung in den kommenden Quartalen wider.













