Die Aktien von Braskem (BRKM5) gaben am Montag um 2,6 % auf 4,94 R$ ab, nachdem das brasilianische Petrochemieunternehmen formell einen außergerichtlichen Restrukturierungsprozess eingeleitet hatte, nachdem eine vom Gericht verhängte Schutzzulassung auslief.
Die Einreichung bei dem Obersten Gericht von São Paulo wurde durch den Ablauf einer vorläufigen Maßnahme veranlasst, die Braskem seit Juni vor Kreditorenvollstreckungsmaßnahmen geschützt hatte. Ohne diese Beschirmung ging das Management vor, um die Sanierung formal zu verankern, um eine vollständige Gerichtsliche Neuorganisation zu vermeiden, wie der Unternehmensbericht erläutert.
Braskems Debt Restructuring-Initiative umfasst etwa 10,9 Milliarden USD an Verbindlichkeiten in den Geschäftsfeldern in Brasilien, den Vereinigten Staaten und Europa. Das Unternehmen erhielt im Extrajudizialrahmen eine Frist von 90 Tagen, um mit Gläubigern Vereinbarungen zu schließen; eine endgültige Vereinbarung erfordert jedoch die Zustimmung von mehr als 50% der betroffenen Gläubiger, bevor sie in Kraft treten kann.
Diese Ankündigung folgt auf die am vergangenen Wochenende unterbreiteten Kapitel 11‑Insolvenzanträge von Braskem Idesa, dem mexikanischen Joint Venture von Braskem mit Grupo Idesa, das bereits die Anlegerstimmung beeinträchtigt hatte. Die Aktien von Braskem werden nun nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 4,70 R$ gehandelt, was deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 13,78 R$ liegt.
Das breitere Marktumfeld verstärkte den Druck, da der brasilianische Benchmark Ibovespa mit einem Rückgang von 0,5 % in den frühen Handelsstunden gelistet war und die US-Indizes zurückgingen, da der S&P 500 um 0,4 % und der Nasdaq um 0,9 % schwankte. Der Verwaltungsrat des Unternehmens deutete ferner an, dass eine potenzielle Aktienemission Teil des Restrukturierungsplans sein könnte, was zu Verdünnungsrisiken für bestehende Aktionäre führen könnte.













