Die globalen Anleihenmärkte blieben am Montag im Ungeschäft, da Anleger auf Details der neuen US-Sanktionen gegen den Iran warteten, und die Renditen von Kernanleihen der Eurozone und der japanischen Regierung blieben während der Session stabil.
Die jeckischen Renditen der 2-jährigen Bundesanleihen hielten sich bei 2,838%, die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen bei 3,256% und die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihen unverändert bei 3,762%. Die Renditen der französischen 10-jährigen Staatsanleihen beliefen sich auf 4,128% und die Renditen der italienischen 10-jährigen Bundesanleihen bewegen sich bei 4,092%. In Japan bewegte sich die Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen um 2,881%.
Die Brent-Rohstoff-Futures gaben rund 1,5 % auf und wechselten auf 91,80 US-Dollar pro Barrel. Dies ist Ausdruck der Vorsicht vor den geplanten wirtschaftlichen Maßnahmen Washingtons gegen Teheran. Das US-Finanzministerium hat für 14:00 Uhr eine Pressekonferenz geplant, um die neuen Strafmaßnahmen zu erläutern, die vermutlich ausländische Unternehmen und Handelspartner ins Visier nehmen sollen, die mit Iran zusammenarbeitet.
Teheran reagierte darauf und warnte, dass es alle Energieexporte aus dem Persischen Golf einstellen werde, falls die Sanktionen fortgesetzt werden. Dadurch eskalierten die Spannungen, die bereits den Handelsreeder-Verkehr durch den Hormuskanal eingeschränkt haben. Der Kanal bleibt ein kritischer Nadelpfad für die weltweiten Ölströme, und die Lieferrisiken halten die strukturellen Laufzeitzinsen auf hohem Niveau.
Der US-Finanzminister Scott Bessent hat bereits versucht, die Anleihenmärkte im Hinblick auf Zinsen und Rückkaufsoperationen zu beeinflussen, obwohl Anlageexperten bezüglich der Wirksamkeit von Rückkäufen skeptisch sind. Die Operationen werden durch die Emission von kurzfristigen Krediten finanziert und nicht durch eine Geldmengeexpansion, wodurch das Ertragsprofil sich verändert, ohne dass der Gesamtversorgungseinsatz abnimmt.
Das neueste Rückkaufslimit des Finanzministeriums liegt bei 4 Milliarden US-Dollar pro Emission, während die US-amerikanische Bruttoinlandsverschuldung letzte Woche zum ersten Mal die 40 Billionen US-Dollar überschritten hat. Marktteilnehmer erwähnten auch die Belastung der Bilanzen der Bondhändler durch die laufenden Verkäufe der Bundeszinsen und die heftige Emission von Unternehmen, die in künstliche Intelligenz-Projekte investieren.
Der Chef der US-Notenbank, Kevin Warsh, wird am Freitag an der Wirtschaftspolitik-Konferenz in Jackson Hole einen Eröffnungsvortrag halten. Die Anleger sind auf Signale für das Zeitfenster der möglichen Zinsanpassungen gespannt. Die aktuelle Ausschlagung der FOMC liegt bei 9:3. September wird als potenzielles Fenster für eine Entscheidung über einen Zinsschritt ohne Änderung angesehen.












