Bank of America Securities hat Ryanair und International Airlines Group (IAG) als ihre führenden Wahlmärkte im Flugverkehr bezeichnet und macht die Offerte von Apollo Global Management für easyJet zu einem potenziellen Katalysator für eine lang erwartete Konsolidierungswelle im europäischen, fragmentierten Luftfahrtsektor.
In einer am Mittwoch veröffentlichten Research-Note argumentierte BofA, dass das Interesse privater Investoren in dieser Branche die Bewertungslücken zwischen öffentlichen und privaten Fluggesellschaften verkleinern könnte, indem das Angebot von Flottenanlagen, Landerechten, Auftragsbüchern und skalierten Plattformen besser die Scarce Value reflektiert. Die Bank sagte, das würde höhere Branchenmultiplikatoren unterstützen.
"Apollos Entscheidung verschiebt den Fokus der Industrie von der Kapazitätsausweitung auf die Rentabilität." schrieb BofA. "Diese Dynamik favorisiert Betreiber mit knappem Flottenaufbau, Slots und Auftragsbüchern – Eigenschaften, die unsere Top-Entscheidungen untermauern."
Europa ist nach der Analyse der BofA noch weit weniger konsolidiert als die Vereinigten Staaten. Die vier grössten US-Carrier kontrollieren grob betrachtet 80 % der inländischen Kapazität, während kleinere europäische Airlines noch etwa ein Drittel der intra-europäischen Kapazität halten. Die Bank merkte jedoch an, dass der europäische Markt im Laufe der Zeit allmählich in Richtung der stärker konsolidierten US-Struktur bewegt sich.
Ryanair wurde mit "Buy" bewertet und als BofAs stärkste Wahl identifiziert, die von der europäischen Konzentration profitieren und Marktanteile gewinnen wird. Die Bank erkannte, dass Ryanair mit easyJet auf etwas mehr Strecken konkurriert als mit Jet2, doch sagte, dass diese gemeinsamen Strecken lediglich etwa 13 % des grösseren Netzes von Ryanair ausmachen und daher dessen direkte Exponenz für Veränderungen in der Routenplanung von easyJet begrenzen.
IAG wurde auch unter den führenden europäischen Fluggesellschaften von BofA angegeben, wobei jedoch im zitierten Material keine spezifische Bewertung angegeben wurde.
Die Studie steht in einem Rahmen, in dem die europäischen Fluggesellschaften seit langem hinter ihren US-Konkurrenten im Bereich der Konsolidierung stehen, obwohl häufig spekuliert wurde, dass steigende Kosten, Platzbeschränkungen und Wettbewerbsdruck irgendwann weitere M&A-Vereinbarungen erforderlich machen würden.












