Die Preisentwicklung von Bitcoin hat die Analysten dazu veranlasst, den Zeitpunkt für sein nächstes bedeutendes Tief zu überdenken, wobei einige argumentieren, dass der Markt möglicherweise bereits auf einem Zyklusboden angelangt ist, und zwar bei etwa 58.000 US-Dollar. James Check, Gründer von Checkonchain, identifizierte zwei kapitulationäre Ereignisse – eines im Februar, als die Preise auf 60.000 US-Dollar tendierten, und eines im Juni und Juli bei 58.000 US-Dollar – was darauf hindeutet, dass das Verhaltensmuster der Investoren einen grossen Teil des Verkaufsdrucks absorbiert hat. Check stellte fest, dass der Unterschied zwischen 58.000 US-Dollar und den angrenzenden Kursniveaus verschwindend gering ist, dass jedoch die sechsmonatige Trennung zwischen kapitulationären Punkten eine kritische Verschiebung in der Markpsychologie markiert. Seine Einschätzung steht im Gegensatz zu den historischen Prognosen für vierjährige Zyklen, die einige Trader für Oktober 2026 als einen zu erwartenden Tiefpunkt angaben. Check warnte vor einer Abhängigkeit von zyklischen Zeitpunkten und betonte stattdessen die Bedeutung der Cost Base, realisierter Verluste und des Verhaltens langfristiger Händler, die nun ungefähr 80% des Vermögens von Bitcoin kontrollieren. Rund 300 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Cost-Base waren zwischen 58.000 und 70.000 US-Dollar konzentriert, und etwa 4 Millionen BTC switched von unrealisierten Verlusten zu Gewinnen nach der Erholungsphase.
Zach Pandl von Grayscale schlug auch einen Tiefpunkt bei 58.000 US-Dollar vor, wobei er auf einen weniger verzweifelten Abschwung als in früheren Bärenmärkten und die Widerstandsfähigkeit von Bitcoin im Vergleich zu negativen Nachrichten hinwies. Die Onchain-Daten bleiben jedoch gemischt: HODL-Wellen zeigten nur eine minimale kurzfristige Kaufaktivität, während CryptoQuant indizierte, dass kurzfristige Besitzer 30 Tage in Folge profitabel blieben – ein Muster, das historisch mit Marktsanierungen in Verbindung steht. Pandls Einschätzung entspricht der von Check, während die Onchain-Signale nicht universell die Erschöpfung bestätigen.
Die Diskussion spiegelt die allgemeine Unsicherheit über die nächste Phase von Bitcoin wider. Während einige Analysten auf strukturelle Veränderungen im Verhalten der Inhaber verweisen, warnen andere, dass kalenderbasierte Prognosen immer noch nicht zuverlässig sind. Die Fähigkeit des Markts, Verluste ohne weitere Abwärtskorrekturen zu absorbieren, könnte ein potenzielles Hochsignal sein, jedoch werden weitere Bestätigungen aus Onchain-Aktivitäten und dem allgemeinen Investorenstimmung erforderlich sein, um die Aussichten bestätigen zu können.













