Bernstein hat Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) am Dienstag von Halten auf Kauf hochgestuft. Begründet wird dies mit über den Erwartungen liegenden Umsätzen im dritten Quartal sowie einer verbesserten Perspektive für die deutsche Marine- und Industriegruppe.
Die US-Investmentbank erhöhte ihr Kursziel für die Aktie von 21 auf 28 Euro. Dies entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 33% gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag von 21,00 Euro. Als Gründe für die Aufwertung nennt Bernstein eine robuste Auftragslage und ein Umsatzwachstum in den Segmenten Marineschiffbau und U-Boote. Diese profitieren von der gestiegenen europäischen Verteidigungshaushalten vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen.
In der Analystenmitteilung wird die Bedeutung von TKMS als zentraler Zulieferer für NATO-verbündete Marinen hervorgehoben – darunter auch die Modernisierungsprogramme der deutschen Flotte. Der Umsatz stieg im Quartal zum 30. September um 12% im Jahresvergleich, getrieben von Verteidigungsaufträgen und industriellen Dienstleistungen. Bernstein geht davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt, gestützt durch langfristige Beschaffungszyklen im europäischen Verteidigungssektor.
Die Aktien von Thyssenkrupp haben sich 2024 schlechter entwickelt als der breitere europäische Industrieindex. Gründe dafür sind makroökonomische Unsicherheiten sowie Verzögerungen bei einigen Verteidigungsprojekten. Die Aufwertung spiegelt jedoch eine veränderte Stimmung gegenüber zyklischen Verteidigungswerten wider, da Regierungen angesichts steigender geopolitischer Risiken die Militärausgaben priorisieren.
Die TKMS-Aktie stieg nach der Meldung in Frankfurt um 3,2% und reduzierte damit einen Teil der seit Jahresbeginn aufgelaufenen Verluste.



