Das US-Elektrofahrzeugmarkt zeigt erste Anzeichen von Stabilisierung nach einer langen Downturn, so Bernstein. Analysten der Investmentfirma sehen in einer verbesserten Nachfrage und sinkenden Inventarständen Anzeichen dafür, dass sich die Nachfrage zu erholen beginnt.
Bernsteins Bewertung folgt einem starken Rückgang im EV-Geschäft und -Wertpapieren im vergangenen Jahr, der durch steigende Zinssätze, hohe Fahrzeugpreise und wirtschaftliche Unsicherheit getrieben wurde. Die Firma betonte, dass der Sektor weiterhin unter Druck steht, aber jüngste Datenpunkte deuten darauf hin, dass der Schlimmste vorbei sein könnte. Die Inventarstände sind von den Höchstständen des späten 2023 zurückgegangen, was die Sorgen um Überproduktion lindert.
Die Analysten hoben auch erste Anzeichen einer verbesserten Bestellverzögerung bei großen Automobilherstellern hervor, warnten aber vor einer vollen Erholung. Das US-Elektrofahrzeugmarkt, das ein wichtiger Treiber des Wachstums der Automobilindustrie war, steht weiterhin unter Druck durch hohe Zinsen und Konkurrenz von günstigeren Ottomotoren.
Bernsteins Bericht kommt, als die EV-Steuerabzüge der Biden-Administration Gegenstand von Kritik werden, da sie ihren Einfluss auf die heimische Herstellung und die Abrechnungsfähigkeit in Frage stellen. Die Abzüge, die ein Eckpfeiler der Bemühungen um die Einführung von EVs in den USA waren, werden im Rahmen umfassenderer fiskalischer Diskussionen überprüft.
Die Firma vertritt eine Sichtweise, die mit breiteren Marktannahmen übereinstimmt, dass der EV-Sektor einen zyklischen Tiefpunkt erreicht. Die Geschwindigkeit und Stärke einer möglichen Erholung bleiben jedoch ungewiss.



