Berenberg hat die Bewertung von E.ON von achtenweise auf kaufen angehoben und das Kursziel von 19,30 Euro auf 21 Euro angehoben, da ein jüngerer Rückgang der Aktie eine Einstiegsmöglichkeit für den deutschen Versorgungsdienstleister darstellt.
Die Aktien von E.ON stiegen am Mittwoch in der Früh um 1,5 Prozent, nachdem der Aktienkurs in der vorherigen Session zurückgegangen war. Andrew Fisher, Leiteranalyst von Berenberg, nannte den Wertverlust als Chance, in ein geregeltes Versorgungsunternehmen zu investieren, das auf eine stärkere Entwicklung im deutschen Stromnetz ausgerichtet ist.
Die Bank erhöhte auch ihre Kapitalausgabenprognose für E.ON auf 49,7 Milliarden Euro für die Zeit von 2026 bis 2030, was über der eigenen Zielausrichtung des Unternehmens von 48 Milliarden Euro liegt. Berenberg projiziert ein korrigiertes Nettoergebnis für 2030, das 5 % über der Zielausrichtung von E.ON liegt und damit in Übereinstimmung mit den allgemeinen Marktprognosen ist.
Die Analysten verbesserten die Gewinnprognosen für den Zeitraum von 2029 bis 2035 im Durchschnitt um 3%, was auf die Erwartungen einer höheren Profitabilität zurückzuführen ist, da Deutschland die Investitionen in die Strominfrastruktur beschleunigt. Die Bank verzeichnete eine signifikante Nachfrage, einen Bedarf und politische Unterstützung für die Modernisierung des Stromnetzes, was E.ONs Wachstumskurs unterstützen soll.
In der Prognose der Berenberg-Bank sind die kommenden regulatorischen Perioden für Gas (2028-2032) und Strom (2029-2033) für Deutschland einbezogen. Auch die EEG-Bémmern für den Strom im kommenden Jahr werden einen höheren durchschnittlichen Bond-Rendite betragen. Die Bank errechnet, dass das kombinierte RoE von E.ON für Strom und Gas potenziell auf das modellierte Ziel von 6,5 % ansteigen könnte, und zwar auch ohne zusätzliche Anreize, dank eines Vorteils von etwa 90 Basispunkten im RoE und im WACC für Strom im Vergleich zum Gas.
Zu den vorgeschlagenen Regulierungen bezeichnete Berenberg das Entwurf des Rahmenvertrags für die Gasspeicherung der Bundesnetzagentur (BNetzA) als enttäuschend, obwohl er immer noch eine weitestgehend günstige Vergütung für den Sektor erwartet.












