Aurora Cannabis Inc. empfiehlt ihren Aktionären, ein unaufgefordertes Übernahmeangebot von Curaleaf Holdings Inc. abzulehnen. Das Unternehmen begründet dies mit einer Unterbewertung seiner Vermögenswerte und der strategischen Positionierung.
Das am vergangenen Monat bekannt gegebene Angebot sieht einen Preis von 4,00 US-Dollar pro Aktie vor, bestehend aus 0,3463 Curaleaf-Stimmrechtsaktien (Unterklasse) sowie 0,75 US-Dollar in bar. Aurora verwies darauf, dass das Angebot mit einer Obergrenze von 5,00 US-Dollar pro Aktie unter dem Schlusskurs vom 18. Dezember 2025 liege, als die Aktie über diesem Niveau gehandelt wurde. Das in Edmonton (Alberta) ansässige Unternehmen riet den Aktionären, das Angebot nicht anzunehmen.
Der Verwaltungsrat von Aurora hat einen Sonderausschuss unabhängiger Direktoren eingesetzt, der das Angebot prüft. Unterstützt wird der Ausschuss von rechtlichen und finanziellen Beratern wie Torys LLP, Stikeman Elliott LLP, Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison LLP, Fort Capital Partners sowie Kingsdale Advisors. Der Ausschuss hat 15 Tage Zeit, um eine Empfehlung abzugeben.
Curaleaf nahm erstmals am 22. Juni 2026 Kontakt mit Aurora auf und leitete Gespräche ein, ohne jedoch finanzielle Konditionen zu nennen. Ein Schreiben vom 23. Juni enthielt ebenfalls keine Details zur Aufteilung von Bar- und Aktienkomponente, während ein Vorschlag vom 7. Juli ebenfalls zentrale Angaben ausliess. Curaleaf gab am 11. August öffentlich bekannt, ein Übernahmeangebot unterbreiten zu wollen – nach dem letzten Kontakt zwischen den Unternehmen am 12. August.
Aurora-CEO Miguel Martin äusserte sich dahingehend, dass Curaleaf offenbar darauf abzielt, die EU-GMP-Anlagen und medizinischen Cannabis-Plattformen des Unternehmens zu möglichst geringen Kosten zu erwerben. Das Angebot bleibt mindestens 105 Tage gültig, mit einer Frist bis zum 1. Dezember 2026.
Weder Curaleaf – notiert unter dem Tickersymbol CURA an der TSX und als CURLF im OTCQX-Handel – noch Aurora, die unter ACB sowohl an der TSX als auch an der NASDAQ gehandelt wird, haben weitere Bedingungen oder Konditionen zum Angebot bekannt gegeben.











