Anthropic hat einen Forschungsvorbehalt für den Model Hardware Standard (MHS) geöffnet, einer gemeinsamen Spezifikation, die es KI-Agenten ermöglicht, physische Labor- und Produktionsgeräte zu steuern. Der Standard ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb von Geräten wie Mikroskopen, Flüssigkeitshandling-Systemen und Roboterarmen, wodurch die Zeit für die Integration der Hardware von Wochen oder Monaten auf Stunden oder Minuten verkürzt wird.
Die MHS verwendet einen standardisierten Treiber, der über einfache Befehle zwischen dem Betriebssystem des Computers und der angeschlossenen Hardware übersetzt, wodurch jedes Gerät in einem standardisierten Format für die Netzwerkübergabe entdeckt werden kann, ohne spezielle Integrationsprogramme. Das System ist modellunabhängig und funktioniert mit jedem Gerät mit einem programmierbaren Interface, sodass Agenten es über standardisierte Protokolle wie das Model Context Protocol erreichen können.
Anthropic entwickelte MHS in Zusammenarbeit mit dem Janelia Research Campus des Howard Hughes Medical Institute. Das Unternehmen hat die Unterstützung von Amazon Web Services (AWS) gesichert, das MHS in seine Bibliothek für Roboter namens Strands integrieren wird, um künstliche Intelligenz-Agenten mit körperlichen Geräten zu verbinden. Tecan wird MHS-Unterstützung zu seinen Fluent-Flüssighandling-Plattformen hinzufügen, während Universal Robots den Standard in seine Robotik-Plattform integrieren will.
Automata wird den Standard MHS in seine Plattform für automatisierte Laborprüfungen LINQ integrieren, und Danaher untersucht, wie der Standard intelligente Instrumente und skalierbare autonome Labore für biologische Forschung ermöglichen könnte. Doosan Robotics testet den Standard MHS mit robotischen Armen für eine automatisierte Qualitätssicherung, und QIAGEN experimentiert mit dem Standard auf ihrer Plattform für die Reinigung nukleinsäurehaltiger Substanzen QIAsymphony Connect.
Während der Forschungsvorausphase wird Anthropic mit Launch-Partnern zusammenarbeiten, um Sicherheitsbewertungen durchzuführen und Schutzmechanismen für die Verwendung von KI bei physischen Geräten zu entwickeln. Das Unternehmen plant, den Standard nach der Vorstufe open-source zu machen und die Ergebnisse als Teil seiner Anleitungen für eine sichere Implementierung zu veröffentlichen. Interessent*innen aus verschiedenen Branchen sind zur Teilnahme an der Warteliste für die Forschungsvorstufe eingeladen.












