Die Aktien von Micron Technology und SanDisk sanken in der Vorbörsennachrichtentelegramm am Montag, nachdem ein Bericht andeutete, dass Apple chinesische Speicherlieferanten evaluierte. Ein Analyst bezeichnete diese Bewegung jedoch als überreagiert.
Micron verlor 3 % und SanDisk 5 % im Pre-Marketing-Aufkommen nach Berichten am Wochenende über Apples potenzielle Lieferungspläne. Beide Aktien waren am 17. August stark gestiegen, nachdem der US-Handelsminister Howard Lutnick gegenüber dem "Wall Street Journal" gesagt hatte, dass Washington gegen Lieferungsabkommen mit chinesischen Unternehmen sei.
Der Analyst KC Rajkumar von Lynx Equity Research argumentierte, dass der Kurssturz unbegründet ist, und bemerkte, dass die DRAM-Lieferungen der chinesischen CXMT wahrscheinlich keine Lösung für Apples Mangel an hochdichtem lpDDR5x-Speicher bieten werden. CXMTs Produktion ist derzeit nur für einen niedrigvolumigen Mac-Modell qualifiziert und bleibt für iPhones ungeeignet, erklärte Rajkumar in einer Montag-Besprechung. Er fügte hinzu, dass die Ausbeuteprobleme von CXMT bei lpDDR5x die Möglichkeit der Lieferungen an Apple im großen Maßstab weiter einschränkt.
Apple teilte in einer Erklärung mit, dass es alle Optionen für die Zulieferung von Speicher untersucht, einschließlich der Verwendung chinesischer Produzenten, was die Lieferbarkeiten und Preise verbessern könnte. Die Firma nannte nicht, welche Lieferanten in Betracht gezogen werden.
CXMT und YMTC, ein weiterer chinesischer Speicherhersteller, bleiben auf der List der Abteilung 1260H des Pentagons, die Unternehmen mit vermeintlichen Verbindungen zum chinesischen militärisch-industriellen Komplex umfasst. Die neueste NAND-Fabrik von YMTC wird angeblich für den inländischen Einsatz in Android-Geräten, Elektrofahrzeugen und Lenovo-Notebooks eingesetzt und wurde für Apple-Produkte bisher nicht zertifiziert.
Micron bleibt laut dem Analyst der dominante US-Lieferant von hochdichte lpDDR5x-DRAM für Apples iPhones und Macs. Im weiteren Kontext spielen auch geopolitische Spannungen eine Rolle, wobei der geplante USA-Besuch von Staatspräsident Xi Jinping im September dazu führen dürfte, dass bilaterale Handels- und Technologierichtlinien aufgearbeitet werden.












